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Cliff Bleszinski: Entwicklerstudio Boss Key überlebt trotz Battle Royale nicht

Der frühere Epic-Chefdesigner Cliff Bleszinski schließt sein Entwicklerstudio Boss Key Productions. Auch das kurzfristig auf den Markt geworfene Battle-Royale-Actionspiel Radical Heights konnte die Firma nicht retten.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Radical Heights. (Bild: Boss Key Productions)
Artwork von Radical Heights. Bild: Boss Key Productions

Vier Jahre nach der Gründung hat der ehemalige Epic-Chefdesigner Cliff Bleszinski über Twitter(öffnet im neuen Fenster) das sofortige Aus seines Entwicklerstudios Boss Key Productions bekanntgegeben. Es gibt keine Hinweise auf eine Insolvenz oder vergleichbare finanzielle Probleme. Trotzdem lohnt sich die Fortführung des Geschäftsbetriebs nach Auffassung von Bleszinski nicht. Er selbst wolle eine Auszeit nehmen, hoffe aber, irgendwann wieder mit einem neuen Projekt in die Spielebranche einzusteigen.

Informationen über die Anzahl der Angestellten, die nun ihren Job verlieren, gibt es nicht. Laut Gamespot(öffnet im neuen Fenster) hatte Boss Key Productions im Herbst 2017 rund 65 Beschäftigte. Das Studio hatte seinen Sitz in der Stadt Raleigh (North Carolina). Dort befindet sich auch die Zentrale von Epic Games, das zumindest einen Teil der Entwickler nur allzu gerne anstellen dürfte – die Firma sucht händeringend Mitarbeiter, allein schon wegen des riesigen Erfolgs von Fortnite.

Radical Heights – Trailer (Ankündigung)
Radical Heights – Trailer (Ankündigung) (02:38)

Boss Key hat zwei Games veröffentlicht: Im April 2018 kam der auf dem Battle-Royal-Prinzip basierende Free-to-Play-Shooter Radical Heights auf den Markt – "etwas zu spät" , schreibt Bleszinski. Das Actionspiel soll bis auf weiteres online bleiben. Zuvor hatte sein Team lange und mit großem Aufwand am Multiplayerspektakel Law Breakers gearbeitet, das sich nach seinem Start im Herbst 2017 aber in der Community nicht mehr gegen Erfolgstitel wie Overwatch und Playerunknown's Battlegrounds durchsetzen konnte.

Im Frühjahr 2018 hatten die Entwickler dann selbst Fehler eingeräumt und auf ihrer Webseite angekündigt, das Programm nicht weiterzuentwickeln. Das lohne sich wegen der nicht ausreichend hohen Anzahl von Spielern schlicht nicht, ebensowenig wie der theoretisch denkbare Umstieg auf das Free-to-Play-Geschäftsmodell. Auch die Server von Law Breakers bleiben vorerst online, Updates oder Erweiterungen soll es aber nicht mehr geben.


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