Click-Baiting: Facebook will Effekthascherei in Überschriften unterbinden
Schlagzeilen, die nur neugierig machen und kaum Inhalt verraten, will Facebook künftig weniger häufig im Stream seiner Nutzer anzeigen. Eine zweite Änderung betrifft die Darstellung von Links, die nun häufiger klar erkennbar sein sollen.
Wenn die Überschrift eines Posts kaum verrät, was sich hinter dem Link verbirgt, will Facebook die Nachricht in Zukunft weniger stark in seinem Netzwerk verbreiten. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Hintergrund ist das so genannte "Click-Baiting", das vor allem große US-amerikanische Klatschmedien in den vergangenen Jahren perfektioniert haben. Sie setzen auf virale Verbreitung von Nachrichten mit wenig bis gar keinem Inhalt, um die Leser auf ihre eigenen Webseiten zu locken.
Solche Medien, so sagt es Facebook ganz klar, könnten in den kommenden Monaten einen Rückgang des durch Facebook generierten Traffics sehen. Die Click-Baits will das Netz unter anderem daran erkennen, wie lange die Nutzer auf dem in Facebook verlinkten Inhalt bleiben. Kehren sie sofort ins soziale Netz zurück, war der Inhalt offenbar nicht besonders interessant. Ebenso sollen Links, die zwar angeklickt, aber kaum geteilt, geliked oder kommentiert werden, weniger hohe Priorität erhalten.
Facebook begründet den Schritt damit, dass sich in einer Befragung - deren statistische Basis das Unternehmen nicht angibt - 80 Prozent der Nutzer für aussagekräftige Überschriften von Posts ausgesprochen hätten. Eine andere Untersuchung gab es zur Nutzung von Links, die in Facebook-Posts enthalten sind.
Dabei stellte sich heraus, dass klar erkennbare Verweise mit "http://" am Anfang doppelt so oft angeklickt werden wie Links, die beispielsweise in einer Bildbeschreibung verborgen sind. Das ist insbesondere der Fall, wenn ein Beitrag eines Onlinemediums in Facebook geteilt wird. Dann übernimmt das Netz das Titelbild des Artikels, dieses ist anklickbar und führt zum Originalbeitrag. Künftig stellt Facebook dann die Links auch direkt dar.
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Was soll's da durchzusetzen geben? Wenn Locus und Co. dadurch weniger geklickt werden...
...und Co. bei Facebook.
Bei Google wird nichts geklaut, denn es gehörte Google ja noch nicht. Ich auch nicht...
erwischt. +1