Click-Baiting: Facebook will Effekthascherei in Überschriften unterbinden

Schlagzeilen, die nur neugierig machen und kaum Inhalt verraten, will Facebook künftig weniger häufig im Stream seiner Nutzer anzeigen. Eine zweite Änderung betrifft die Darstellung von Links, die nun häufiger klar erkennbar sein sollen.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebooks Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien
Facebooks Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien (Bild: Stephen Lam/Getty Images)

Wenn die Überschrift eines Posts kaum verrät, was sich hinter dem Link verbirgt, will Facebook die Nachricht in Zukunft weniger stark in seinem Netzwerk verbreiten. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor. Hintergrund ist das so genannte "Click-Baiting", das vor allem große US-amerikanische Klatschmedien in den vergangenen Jahren perfektioniert haben. Sie setzen auf virale Verbreitung von Nachrichten mit wenig bis gar keinem Inhalt, um die Leser auf ihre eigenen Webseiten zu locken.

Stellenmarkt
  1. Software Engineer C++/C# (m/w/d)
    entegra eyrich + appel gmbh, Ettlingen
  2. Data Scientist für Recommender Systems (w/m/d) in der Abteilung Basis- und Metadatensysteme
    SWR Südwestrundfunk Anstalt des öffentlichen Rechts, Stuttgart
Detailsuche

Solche Medien, so sagt es Facebook ganz klar, könnten in den kommenden Monaten einen Rückgang des durch Facebook generierten Traffics sehen. Die Click-Baits will das Netz unter anderem daran erkennen, wie lange die Nutzer auf dem in Facebook verlinkten Inhalt bleiben. Kehren sie sofort ins soziale Netz zurück, war der Inhalt offenbar nicht besonders interessant. Ebenso sollen Links, die zwar angeklickt, aber kaum geteilt, geliked oder kommentiert werden, weniger hohe Priorität erhalten.

Facebook begründet den Schritt damit, dass sich in einer Befragung - deren statistische Basis das Unternehmen nicht angibt - 80 Prozent der Nutzer für aussagekräftige Überschriften von Posts ausgesprochen hätten. Eine andere Untersuchung gab es zur Nutzung von Links, die in Facebook-Posts enthalten sind.

Dabei stellte sich heraus, dass klar erkennbare Verweise mit "http://" am Anfang doppelt so oft angeklickt werden wie Links, die beispielsweise in einer Bildbeschreibung verborgen sind. Das ist insbesondere der Fall, wenn ein Beitrag eines Onlinemediums in Facebook geteilt wird. Dann übernimmt das Netz das Titelbild des Artikels, dieses ist anklickbar und führt zum Originalbeitrag. Künftig stellt Facebook dann die Links auch direkt dar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektroauto
VW ID.2 X soll 400 km weit fahren

Volkswagen will angeblich den ID.2 X als kompaktes E-SUV positionieren und mit einer respektablen Reichweite ausstatten.

Elektroauto: VW ID.2 X soll 400 km weit fahren
Artikel
  1. Branchenversprechen: Boston Dynamics will Roboter nicht bewaffnen
    Branchenversprechen
    Boston Dynamics will Roboter nicht bewaffnen

    Mehrere Robotikunternehmen, darunter Boston Dynamics, wollen die Bewaffnung ihrer Produkte nicht unterstützen.

  2. Logistik: Volvo liefert Elektrolastwagen an Amazon Deutschland
    Logistik
    Volvo liefert Elektrolastwagen an Amazon Deutschland

    Amazon hat 20 Elektro-Lkw bei Volvo bestellt und will so klimafreundlicher werden. Dazu kommen Tausende kleinere Laster mit Elektroantrieb.

  3. Lochstreifenleser selbst gebaut: Lochstreifen für das 21. Jahrhundert
    Lochstreifenleser selbst gebaut
    Lochstreifen für das 21. Jahrhundert

    Früher wurden Daten auf Lochstreifen gespeichert - lesen kann man sie heute nicht mehr so leicht. Es sei denn, man verwendet Jürgen Müllers Lesegerät auf Arduino-Basis.
    Von Tobias Költzsch

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (Keychron Gaming-Tastatur 69,99€) • PS5 bestellbar • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /