Abo
  • Services:
Anzeige
Hinter dem Unternehmen Blue Sytems steht Clemens Tönnies.
Hinter dem Unternehmen Blue Sytems steht Clemens Tönnies. (Bild: Blue Systems)

Clemens Tönnies: Der neue Philanthrop hinter Kubuntu

Hinter dem Unternehmen Blue Sytems steht Clemens Tönnies.
Hinter dem Unternehmen Blue Sytems steht Clemens Tönnies. (Bild: Blue Systems)

Clemens Tönnies will mit seinem Unternehmen Blue Systems künftig Kubuntu fördern. Zunächst will er die Community kennenlernen. Viel Einfluss nehmen will er aber nicht.

Der Programmierer und langjährige Nutzer freier Software Clemens Tönnies unterstützt künftig finanziell das Kubuntu-Projekt. Dazu hat er eigens die Firma Blue Systems gegründet. Dort arbeiten seit einigen Monaten der ehemalige Canonical-Angestellte Jonathan Riddell und der KDE-Entwickler Aurélien Gâteau.

Anzeige

Golem.de sprach während des KDE-Jahrestreffens Akademy mit ihnen über Blue Systems und ihre Pläne für Kubuntu.

Zuerst die Community kennenlernen

Der 36-jährige studierte Informatiker Tönnies will sein neu gegründetes Unternehmen Blue Systems nutzen, um Kubuntu und auch KDE finanziell zu unterstützen. Aus der Entwicklung will er sich jedoch heraushalten. Auch zu seinem persönlichen und finanziellen Hintergrund will sich der eher zurückhaltende Tönnies nicht äußern. Er ist der Neffe des gleichnamigen Unternehmers und Sportfunktionärs Clemens Tönnies.

Tönnies musste seine Anstellung als Programmierer aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, sagte er. Er habe die endende Unterstützung Canonicals für Kubuntu als Chance begriffen, um sich für freie Software, insbesondere für KDE, zu engagieren.

Blue Systems noch ohne Geschäftsmodell

Doch statt einen Aktions- oder Geschäftsplan für Blue Systems zu entwerfen, hat Tönnies zunächst nur ein Ziel: die KDE-Community kennenlernen und verstehen, wie sie funktioniert. Deshalb besuchte Tönnies bereits einen Entwickler-Sprint und nun auch die Akademy.

Kubuntu-Maintainer Riddell wechselt zu Blue Systems

Riddell war bei Canonical angestellt und dort als Maintainer für die Kubuntu-Pakete verantwortlich. Nachdem Canonical seine offizielle Unterstützung für Kubuntu aufgab, traten viele Unternehmen an Riddell heran, um ihm eine Stelle anzubieten, sagte Riddell Golem.de. Dazu gehörte auch Blue Systems.

Auch wenn sich Tönnies engagiert und wohl einiges an Geld investiert, sagte Riddell: "Ich bekomme keinerlei Vorgaben. Ich mache dasselbe wie vorher."

Entwicklung läuft wie bisher

Diesen Arbeitsfluss bestätigt auch der KDE-Entwickler Aurélien Gâteau. Zwar bespreche er neue Ideen mit Tönnies, er sei in der Umsetzung aber an nichts gebunden.

Gâteau sagte weiter, "Blue Systems hat kein Geschäftsmodell, zumindest noch nicht." Tönnies möchte sich einige Zeit lassen, um eine nachhaltige Geschäftsidee zu entwickeln, verrät er. Es sei durchaus möglich, dass diese auch zusammen mit den Entwicklern entstehe, glaubt Tönnies.

Beide Entwickler sprechen auch davon, dass Blue Systems nicht das einzige Unternehmen mit Interesse an Kubuntu sei. Mindestens eine weitere Firma stehe in Verhandlungen mit Canonical, um bezahlten Kundensupport für Kubuntu anbieten zu können. Denn diese Dienstleistung bietet Canonical nicht mehr an.

"Tönnies ist ein Philanthrop"

Über Tönnies sagte Gâteau, er sei "eher ein Philanthrop", der helfen möchte.

Tönnies will den Medien gegenüber im Hintergrund bleiben. Er sei es nicht gewohnt, seinen Namen "in einer Zeitung zu lesen", sagte der Unternehmer. Für ein Foto stand Tönnies ebenfalls nicht zur Verfügung.

Die KDE-Gemeinschaft heiße Clemens Tönnies in dem, was er vorhat, willkommen, sagten einige KDE-Entwickler, mit denen Golem.de darüber sprach. Das dürfte viel mit seiner Herangehensweise und seinem zurückhaltenden Auftreten zu tun haben. Die KDE-Entwickler jedenfalls scheinen dem neuen Sponsor gegenüber positiv eingestellt.


eye home zur Startseite
salem72 11. Okt 2012

Clemens Tönnies jun. macht jetzt auf Wohltäter und will die open-source-Software Kubuntu...

__fastcall 09. Jul 2012

meinem Dad vor einem Monat Kubuntu auf einer kleinen 40gb IDE Festplatte installiert...

matok 06. Jul 2012

Ja, Garant für schlechte Musik. Und sein Onkel ist auch noch Chef bei Schalke 04. Oh wei...

Seitan-Sushi-Fan 06. Jul 2012

Gibt keinen, allerdings bietet Canonical keinen Support für die KDE-Pakete.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
  2. Bertrandt AG, Ingolstadt
  3. Bosch Engineering GmbH, Abstatt
  4. ESCRYPT GmbH - Embedded Security, Bochum


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 61,99€
  2. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Skygofree

    Kaspersky findet mutmaßlichen Staatstrojaner

  2. World of Warcraft

    Schwierigkeitsgrad skaliert in ganz Azeroth

  3. Open Source

    Microsoft liefert Curl in Windows 10 aus

  4. Boeing und SpaceX

    Experten warnen vor Sicherheitsmängeln bei Raumfähren

  5. Tencent

    Lego will mit Tencent in China digital expandieren

  6. Beta-Update

    Gesichtsentsperrung für Oneplus Three und 3T verfügbar

  7. Matthias Maurer

    Ein Astronaut taucht unter

  8. Luftfahrt

    Boeing entwickelt Hyperschall-Spionageflugzeug

  9. Alexa-Gerät

    Echo Spot mit Display kommt für 130 Euro

  10. P Smart

    Huawei stellt Dual-Kamera-Smartphone für 260 Euro vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
EU-Urheberrechtsreform
Abmahnungen treffen "nur die Dummen"
  1. Leistungsschutzrecht EU-Kommission hält kritische Studie zurück
  2. Leistungsschutzrecht EU-Staaten uneins bei Urheberrechtsreform
  3. Breitbandausbau Oettinger bedauert Privatisierung der Telekom

Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

  1. Re: Schöne Änderung.

    Bigfoo29 | 16:47

  2. HAL 9000

    linux.exe | 16:47

  3. Kaspersky... als könnte man denen vertrauen

    DeathMD | 16:47

  4. Stimmt nicht ganz

    shodan512 | 16:47

  5. Re: Ahhh, der Televisor (telescreen) nimmt...

    hungkubwa | 16:44


  1. 16:25

  2. 15:34

  3. 15:05

  4. 14:03

  5. 12:45

  6. 12:30

  7. 12:02

  8. 11:16


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel