• IT-Karriere:
  • Services:

Clearview AI: Kunden nutzen Gesichtserkennung als Party-Gag

Statt zur Verbrechersuche haben Kunden der Gesichtserkennungssoftware Clearview AI ihren Zugang wohl auch für private Zwecke verwendet. Eigentlich sollten Polizisten die Software für Untersuchungen nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Möglicherweise kann bald jeder nach jedem per Foto suchen.
Möglicherweise kann bald jeder nach jedem per Foto suchen. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Die umstrittene Gesichtserkennungssoftware Clearview AI ist wohl nicht nur für berufliche Zwecke genutzt worden. Einige Kunden haben ihren Zugang zur Datenbank auch privat verwendet, um sie Freunden, Verwandten oder Bekannten zu zeigen. So sei sie zum Spaß auch auf Partys und sogar bei Dates genutzt worden. Das berichtet das Magazin Cnet unter Bezugnahme auf einen ausführlichen Hintergrundartikel der New York Times.

Stellenmarkt
  1. DB Engineering&Consulting GmbH, Berlin
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf

Für private Zwecke genutzt wurden wohl Testversionen der Clearview-App. "Wir haben potenziellen und derzeitigen Investoren und anderen strategischen Partnern Demo-Accounts zur Verfügung gestellt, damit sie die Technik testen konnten", sagte Clearview CEO Hoan Ton-That in einer E-Mail-Stellungnahme.

Clearview AI ist eine Software, die ein eingegebenes Foto mit einer Datenbank aus mehreren Milliarden Motiven vergleicht. Diese hat das Unternehmen zuvor aus sozialen Medien extrahiert. Dazu zählen Netzwerke wie Facebook, Instagramm und Twitter, aber auch Videoportale wie Youtube. Auch Unternehmen wie Google, Facebook und Microsoft finden diese Herangehensweise bedenklich und haben bereits offene Unterlassungerklärungen an die Macher der Software geschickt.

So einfach wie Namen in Google suchen

Laut der New York Times hatten dabei nicht nur Mitarbeiter der US-Polizeibehörden Zugriff auf die Software. Diese waren die ursprüngliche Zielgruppe dafür. In ersten Erfolgen konnten Polizisten mit der Gesichtserkennung wohl auch Fälle lösen. Mehr als 600 US-Polizeibehörden hätten die Software bereits genutzt. "Jetzt, da das das Tabu gebrochen ist", schreibt die US-Zeitung, "könnte jemanden per Gesicht zu suchen so einfach werden wie einen Namen zu googeln".

Die New York Times macht sich Sorgen darüber, dass Menschen so einfach andere Menschen abhören, fotografieren und so persönliche Informationen preisgeben können, die von Zielpersonen lieber geheim gehalten werden. Die US-Zeitung gibt auch an, dass sowohl die Polizei als auch Investoren der App deren Veröffentlichung für alle Nutzer bereits vorausahnten. Das sei nur eine Frage der Zeit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Bouncy 07. Mär 2020 / Themenstart

Unsinn, der äußere Eindruck ist relevant, wir laufen schließlich nicht blind durch die...

Bouncy 07. Mär 2020 / Themenstart

Nein. Sollten wir auch nicht versuchen. Die Ursache für Probleme ist niemals irgendeine...

Bouncy 07. Mär 2020 / Themenstart

Stimmt zwar, aber der Ansatz reine Suchtools zu verteufeln schießt trotzdem völlig am...

Core 06. Mär 2020 / Themenstart

Wenigstens nimmt dein Freund es scheinbar mit Humor ... :)

zilti 06. Mär 2020 / Themenstart

Also wirklich! Wer hätte das gedacht? Ich bin völlig schockiert!

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Disney Plus - Test

Der Streamingdienst Disney Plus wurde am 24. März 2020 endlich auch in Deutschland gestartet. Golem.de hat die Benutzeroberfläche einem Test unterzogen und auch einen Blick auf das Film- und Serienangebot des Netflix-Mitbewerbers geworfen.

Disney Plus - Test Video aufrufen
Homeschooling-Report: Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen
Homeschooling-Report
Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen

Lösungen von Open Source bis kommerzielle Lernsoftware, HPI-Cloud und Lernraum setzen Schulen derzeit um, um ihre Schüler mit Aufgaben zu versorgen - und das praktisch aus dem Stand. Wie läuft's?
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Kinder und Technik Elfjährige CEO will eine Milliarde Kinder das Coden lehren
  2. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  3. Mädchen und IT Fehler im System

Next-Gen: Welche neue Konsole darf's denn sein?
Next-Gen
Welche neue Konsole darf's denn sein?

Playstation 5 oder Xbox Series X: Welche Konsole besser wird, wissen wir auch noch nicht. Grundüberlegungen zur Hardware und den Ökosystemen.
Ein IMHO von Peter Steinlechner

  1. Elektroschrott Kauft keine kleinen Konsolen!
  2. IMHO Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus

Videostreaming: So verändert Disney+ auch Netflix, Prime Video und Sky
Videostreaming
So verändert Disney+ auch Netflix, Prime Video und Sky

Der Markt für Videostreamingabos in Deutschland ist jetzt anders: Mit dem Start von Disney+ erhalten Amazon Prime Video, Netflix sowie Sky Ticket ganz besondere Konkurrenz.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Surround-Ton nur auf drei Fire-TV-Modellen
  2. Telekom-Kunden Verzögerungen bei der Aktivierung für Disney+
  3. Coronavirus-Krise Disney+ startet mit reduzierter Streaming-Bitrate

    •  /