Clearlinux: Intel entfernt die Maschine aus der Virtualisierung

Mit Clearlinux erstellt Intel eine Distribution für Cloudumgebungen. Durch das Entfernen klassischer Maschinenkonzepte soll die Virtualisierung aber sehr klein ausfallen, wovon insbesondere der Containereinsatz profitieren soll. Die Unterstützung für Docker könnte folgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Clearlinux soll minimale Virtualisierung für Container bereitstellen.
Clearlinux soll minimale Virtualisierung für Container bereitstellen. (Bild: Intel)

Nach Red Hat, Ubuntu oder VMware gibt es nun auch von Intel eine Linux-Distribution die speziell auf den Einsatz in Cloudumgebungen und die Verwendung von Containern ausgelegt ist. Hauptbestandteil von Clearlinux sind die gleichnamigen Container, die in einer Virtualisierungsumgebung ausgeführt werden, die mit der traditionellen Ansicht einer virtuellen Maschine bricht, wie der Entwickler Arjen van de Ven bei dem US-Dienst LWN.net schreibt.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter (m/w/d) Filial-Hotline
    Dirk Rossmann GmbH, Burgwedel
  2. App Entwickler (w/m/d)
    Digital Building Solutions GmbH, Sendenhorst (Münster)
Detailsuche

Grundsätzlich verfolgt das Team dabei die Idee, möglichst viel Ballast der bisherigen VM-Technologie zu entfernen, das Grundkonzept der Virtualisierung und die damit verbundene starke Isolation soll aber beibehalten werden. So werde mit dem Mini-Hypervisor Kvmtool die Hardware- und Firmwareemulation umgangen, stattdessen werde direkt in den Linux-Kernel gestartet. Da dieser selbst nun auch keine "unechte" Hardware initialisieren müsse, starte dieser besonders schnell.

Hinzu komme, dass sich dank Systemd schnell ein Userspace erstellen lasse, der in weniger als 75 ms starte. Mit Hilfe der Dateisystemerweiterung DAX (Direct Access) könne außerdem auf den Festspeicher zugegriffen werden. Damit wiederum würden der Page-Cache sowie das Subsystem für virtuellen Speicher umgangen, wodurch nicht einmal Kopien der Daten erstellt werden müssten. In den Gastsystemen lasse sich zudem Copy-on-Write umsetzen, sodass die ursprünglichen Daten unverändert blieben.

Mini-Gastsystem für den Container

In diesen minimalen virtuellen Umgebungen wird schließlich der eigentliche Container ausgeführt. Pro Container würden bei Clearlinux lediglich 20 MByte mehr Speicher belegt als bei dem herkömmlichen Einsatz. Das Gastsystem mit Container sei darüber hinaus in weniger als 150 ms einsatzbereit. Zurzeit nutzt Intel für die Container das von CoreOS stammende Rocket, eine künftige Integration von Docker sei aber ebenso möglich.

Golem Karrierewelt
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    30.06.2022, virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Weitere Details zu dem Projekt finden sich in der Dokumentation von Intel. Dort wird unter anderem erklärt, dass Clearlinux ähnlich wie Red Hats Project Atomic oder Snappy Ubuntu Core nicht mehr hauptsächlich auf dem bisherigen Updatekonzept über einzelne Pakete aufbaut.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Franziska Giffey
Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat per Videokonferenz mit einem Deepfake von Vitali Klitschko gesprochen. Der Betrug flog auf.

Franziska Giffey: Deepfake von Klitschko täuscht Berlins Bürgermeisterin
Artikel
  1. Datenpanne: IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt
    Datenpanne
    IT-Mitarbeiter verliert USB-Stick mit Meldedaten einer Stadt

    Die Tasche mit dem USB-Stick wurde über ein in ihr ebenfalls enthaltenes Smartphone geortet und gefunden.

  2. Logistik: Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen
    Logistik
    Post will mit Solarschiff Pakete in Berlin verteilen

    Die Post will Pakettransporte von der Straße aufs Wasser verlagern. Das erste der Schiffe wird mit Solarstrom betrieben. In Zukunft sollen sie autonom fahren.

  3. Qualitätsprobleme: VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen
    Qualitätsprobleme
    VW muss ID.Buzz-Produktion wegen Akkufehlern stoppen

    Qualitätsprobleme mit dem Akku des Volkswagen ID. Buzz sorgen für einen Produktionsstopp. Schuld soll eine Akkuzelle eines neuen Lieferanten sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 323CQRDE (WQHD, 165 Hz) 399€ • LG OLED 48C17LB 919€ • Samsung 980 PRO (PS5-komp.) 2 TB 234,45€ • Apple HomePod Mini 84€ • 16.000 Artikel günstiger bei Media Markt • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700G 239€, Samsung 970 EVO Plus 250 GB 39€ und Corsair Crystal 680X RGB 159€) [Werbung]
    •  /