Abo
  • Services:

Cleanspace One: Schweizer entwickeln Weltraumstaubsauger

Schweizer Wissenschaftler entwickeln einen Satelliten, der den Weltraum aufräumen soll. Cleanspace One soll im Orbit einen defekten Satelliten einfangen und mit diesem zusammen in der Erdatmosphäre verglühen.

Artikel veröffentlicht am ,
Hab dich: Mit Cleanspace One wollen die Schweizer den Orbit aufräumen.
Hab dich: Mit Cleanspace One wollen die Schweizer den Orbit aufräumen. (Bild: EPFL)

Es gibt verschiedene Konzepte, wie Weltraumschrott beseitigt werden soll. Die Darpa etwa denkt an die Wiederverwertung noch brauchbarer Teile. Andere US-Wissenschaftler wollen die Satellitentrümmer, Meteoriten oder abgesprengte Teile von Raumfahrzeugen von der Erde aus mit einem Laser abschießen. Wissenschaftler aus der Schweiz entwickeln einen Reinigungssatelliten, der im Orbit aufräumen soll.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Eisenach
  2. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt

Cleanspace One heißt der sogenannte Rückholsatellit, den die Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne (EPFL) entwickeln. Der Satellit soll je 10 Zentimeter breit und hoch sowie 30 Zentimeter lang sein. Das Konzept sieht vor, dass er in eine Umlaufbahn in einer Höhe von 630 bis 750 Kilometern geschossen wird. Dort begibt er sich auf die Suche nach einem Zielobjekt.

Gemeinsamer Absturz

Der Reinigungssatellit soll den zu entsorgenden Satelliten ansteuern und ihn mit einem Greifer packen. Anschließend senkt Cleanspace One beide Satelliten ab, so dass sie in der Erdatmosphäre verglühen. Erstes Ziel der Schweizer soll ihr eigener Satellit Swisscube sein. Der 2009 ins All geschossene Picosatellit ist der erste künstliche Himmelskörper der Schweiz.

  • So soll der Einsatz des Cleanspace One aussehen. (Bild: EPFL)
  • Der Reinigungssatellit nähert sich dem Ziel mit etwa 28.000 km/h. (Bild: EPFL)
  • Er fährt den Greifer aus... (Bild: EPFL)
  • ... und packt den zu entsorgenden Satelliten. Anschließend geht es für beide abwärts (Bild: EPFL)
So soll der Einsatz des Cleanspace One aussehen. (Bild: EPFL)

Cleanspace One soll der erste einer ganzen Reihe solcher Reinigungssatelliten werden. Er soll 2015 oder 2016 startbereit sein. "Wir wollen eine ganze Reihe schlüsselfertiger und nachhaltiger Systeme anbieten und vertreiben, die für verschiedene zu entsorgende Satelliten geeignet sind", erklärt Volker Gass, Direktor des Swiss Space Center an der EPFL.

Objekte unter Dauerbeobachtung

In den verschiedenen Orbits kreisen Millionen von Teilen um die Erde. Die meisten sind kleiner als 1 Zentimeter und weitgehend harmlos. Rund eine halbe Million Objekte ist zwischen 1 und 10 Zentimeter groß und kann bei einem Aufprall ein Raumfahrzeug beschädigen. Die US-Weltraumbehörde Nasa beobachtet ständig über 20.000 Objekte, die größer als 10 Zentimeter sind. Die meisten von ihnen sind etwa 1 Kilogramm schwer. Es gibt aber auch 1.500 Objekte, die mehr als 100 Kilogramm wiegen.

"Die Raumfahrtagenturen müssen sich zunehmend mit der Entsorgung dessen befassen, was sie in den Weltraum schicken, und sich darauf vorbereiten", sagt Gass. Das Swiss Space Center wolle "dabei eine Vorreiterrolle übernehmen."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. The Hateful 8 Blu-ray, Hacksaw Ridge Blu-ray, Unlocked Blu-ray, Ziemlich beste Freunde Blu...
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

Breakstuff 19. Feb 2012

Es könnte ja auch ein Schubser wie beim Curling sein. Also im Prinzip den selben Plan...

Threat-Anzeiger 17. Feb 2012

und was machst du wenn der satellit a) mit einem anderen inaktiven kollidiert und...

Threat-Anzeiger 17. Feb 2012

das problem ist viel mehr, dass man einen solchen satelliten wenn er denn einfach...

nobs 17. Feb 2012

Das sieht so aus als könne das Teil nur Objekte in der eigenen Größenordnung handhaben...

Sharra 17. Feb 2012

Wenn ich mir US-Schützen anschaue... Die zerdellern uns eher den Mond mit ihrer Kanone...


Folgen Sie uns
       


Huawei P20 Pro - Hands on

Huaweis neues Smartphone P20 Pro kommt mit drei Hauptkameras und einer Reihe von KI-Funktionen. Wir haben uns das Gerät in einem ersten Hands on angeschaut.

Huawei P20 Pro - Hands on Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

Xperia XZ2 Compact im Test: Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos
Xperia XZ2 Compact im Test
Sonys kompaktes Top-Smartphone bleibt konkurrenzlos

Sony konzentriert sich beim Xperia XZ2 Compact erneut auf die alte Stärke der Serie und steckt ein technisch hervorragendes Smartphone in ein kompaktes Gehäuse. Heraus kommt ein kleines Gerät, das kaum Wünsche offenlässt und in dieser Größenordnung im Grunde ohne Konkurrenz ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Xperia XZ2 Premium Sony stellt Smartphone mit lichtempfindlicher Dualkamera vor
  2. Sony Grundrauschen an Gerüchten über die Playstation 5 nimmt zu
  3. Playstation Sony-Chef Kaz Hirai verabschiedet sich mit starken Zahlen

    •  /