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Claudia Nemat: Machtverschiebung im Vorstand der Deutschen Telekom

Mehr Frauenpower bei der Telekom: Zwei Telekom-Vorstände müssen laut einem Bericht Bereiche an die einzige Vorstandsfrau Claudia Nemat abgeben. Reinhard Clemens und Niek Jan van Damme geben Zuständigkeiten ab. Nemat wird für Technik, IT und Innovationen zuständig.

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Claudia Nemat
Claudia Nemat (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche-Telekom-Vorstandsfrau Claudia Nemat soll mehr Macht bekommen. Das berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Unternehmenskreise. Nemat, die Physik an der Universität Köln studierte, ist bisher für Europa und Technik zuständig und soll nun die Bereiche Technik, IT und Innovationen leiten.

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Reinhard Clemens, der bisher im Vorstand für Geschäftskunden und IT verantwortlich ist, muss nach den Plänen von Telekom-Chef Timotheus Höttges den Bereich IT an Nemat abgeben. Laut den Informationen der Wirtschaftswoche sei sein im Jahr 2017 auslaufender Vertrag aber um weitere fünf Jahre verlängert worden. Niek Jan van Damme, Telekom-Landeschef für Deutschland, tritt den Geschäftsbereich Innovationen an Nemat ab.

Zweite Frau für den Telekom-Vorstand gesucht

Wer den Europa-Vorstand von Nemat übernimmt, sei noch nicht entschieden. Der Aufsichtsrat wolle eine zweite Frau in den Telekom-Vorstand holen und habe sich dafür eine Frist bis zum Jahr 2020 gesetzt.

Höttges begründete die Machtverschiebung damit, dass Nemat den nächsten großen Schritt beim Modernisieren der Netze und IT-Systeme machen und die internen Reibungsflächen der bisher getrennt operierenden Bereiche auflösen soll. Neue Produkte und Geschäftsfelder wie das autonome Fahren könnten nur funktionieren, wenn Mobilfunk, Festnetz und IT-Systeme perfekt aufeinander abgestimmt seien, berichtet die Wirtschaftswoche aus Telekom-Kreisen.

Nemat sagte auf Burdas Konferenz DLDSummer: "Smartphones werden mittelfristig ins Museum wandern und durch intelligente Kleidung ersetzt."

Nachtrag vom 1. Juli 2016, 12:42 Uhr

Die Telekom hat den Bericht bestätigt. Der Konzern ziehe übergreifende Netz-, Innovations- und IT-Aufgaben in einem eigenen Vorstandsressort zusammen. Das habe der Aufsichtsrat beschlossen.



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