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Claude Mythos und Co.: BSI warnt vor wachsender Cyberbedrohung durch KI

IT-Admins haben wegen KI immer weniger Zeit, um auf neue Cyberbedrohungen zu reagieren. Das BSI schlägt Alarm und gibt schützende Empfehlungen.
/ Marc Stöckel
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Das BSI gibt Tipps zum Schutz vor der zunehmenden Cyberbedrohung durch KI. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
Das BSI gibt Tipps zum Schutz vor der zunehmenden Cyberbedrohung durch KI. Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Immer leistungsfähigere KI-Modelle heizen nicht nur die Schwachstellenforschung an. Auch Angreifer nutzen künstliche Intelligenz zunehmend, um innerhalb kürzester Zeit Exploits zu Entwickeln und ungepatchte Sicherheitslücken auszunutzen. Das BSI warnt daher in einer neuen Meldung(öffnet im neuen Fenster) vor den weitreichenden Auswirkungen, die KI auf die Cybersicherheit deutscher Organisationen hat.

Demnach befinden sich viele Organisationen in einer angespannten Lage und werden mit immer mehr Schwachstellen, Exploits und schützenden Patches konfrontiert. Mittels KI können Angreifer Softwareschwachstellen heute besonders schnell erkennen, analysieren und in reale Angriffspfade überführen.

Gerade die aktuellen Top-KI-Modelle wie Claude Mythos und OpenAI GPT-5.5, oft auch als Frontier-Modelle bezeichnet, gelten im Hinblick auf die Schwachstellenforschung als besonders potent. Damit senken sie laut BSI maßgeblich Aufwand, Zeitbedarf und Einstiegshürden für Angreifer, was strukturelle Veränderungen der gesamten Cyberbedrohungslage zur Folge hat.

BSI liefert Empfehlungen

Für Verteidiger steigt damit der Aufwand, ihre Systeme vor möglichen Cyberangriffen zu schützen. Sie bleiben nach Angaben des BSI "an reale Betriebsgrenzen gebunden, etwa durch Testaufwand, Freigabeprozesse, Wartungsfenster für Patches, Herstellerabhängigkeiten, rechtliche und organisatorische Abstimmungen sowie begrenzte personelle Kapazitäten".

Das Bundesamt veröffentlichte daher ein Dokument(öffnet im neuen Fenster), welches Organisationen über mögliche Risiken in Verbindung mit KI aufklärt und konkrete Maßnahmen vorschlägt, mit denen IT-Verantwortliche ihre Systeme bestmöglich schützen können. Empfohlen werden darin unter anderem gängige Security-Best-Practices sowie Optimierungen beim Patchmanagement und der Erkennung möglicher Cyberangriffe.

Neben dem BSI haben auch die Geheimdienste des Five-Eyes-Bündnisses, bestehend aus Behörden der USA, Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien, kürzlich eine Warnung vor KI-bedingten Cyberbedrohungen herausgegeben(öffnet im neuen Fenster). Darin wird Führungskräften empfohlen, sich möglichst zeitnah mit dem Thema auseinanderzusetzen und auf eine zügige Minimierung der Angriffsfläche hinzuwirken.


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