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Claude Design: Anthropic baut einen KI-Designer

Anthropic Claude Design verwandelt Text in fertige Visuals – will dabei aber keine Konkurrenz zu menschlichen Designern sein.
/ Andreas Donath
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Claude Design ist da. (Bild: Anthropic)
Claude Design ist da. Bild: Anthropic

Anthropic weitet seinen Produktkatalog aus. Mit Claude Design(öffnet im neuen Fenster) hat das Unternehmen ein experimentelles Tool vorgestellt, das Nutzer direkt in Claude visuelle Inhalte erstellen lässt – darunter Prototypen, Präsentationen und einseitige Übersichten. Das Angebot richtet sich zunächst an Abonnenten der Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Tarife und steht als Research Preview zur Verfügung.

Das Tool soll vor allem Menschen ohne Design-Hintergrund ansprechen – etwa Gründer oder Produktmanager -, die schnell von einer Idee zu einem vorzeigbaren Ergebnis kommen müssen. Nutzer beschreiben in natürlicher Sprache, was sie sich vorstellen, Claude generiert eine erste Version. Anpassungen lassen sich anschließend entweder per direkter Bearbeitung oder durch weitere Texteingaben vornehmen, ohne eine separate Design-Anwendung öffnen zu müssen.

Unternehmen können zudem eigene Design-Systeme hochladen, damit Claude Design konsistente visuelle Stile über alle Projekte hinweg anwendet. Das Tool liest dafür den Quellcode und die Design-Dateien eines Unternehmens aus. Dabei sind auch mehrere Design-Systeme gleichzeitig möglich.

Anthropic: Kein Angriff auf Canva

Es stellt sich die Frage, ob Anthropic damit in direkten Wettbewerb zu etablierten Design-Plattformen tritt. Denn Canva, das zuletzt selbst seine KI-Funktionen deutlich ausbaute, erscheint als der offensichtlichste Konkurrent. Anthropic erklärte gegenüber Techcrunch jedoch, Claude Design solle Tools wie Canva ergänzen, nicht ersetzen.

Das Produkt sei für Situationen gedacht, in denen jemand gar nicht erst in einem Design-Tool startet – sondern einfach schnell von einer groben Idee zu etwas Visuellem kommen will. Outputs lassen sich als PDF, URL oder PPTX exportieren und direkt an Canva übergeben, wo sie vollständig bearbeitbar und kollaborativ nutzbar werden. Claude Design läuft auf Claude Opus 4.7. Einen Zeitplan für den Übergang aus dem Research-Preview-Status hat Anthropic noch nicht genannt.

Wachsende Produktpalette, sinkende Kurse bei Figma

Der Launch von Claude Design fügt sich in ein Muster, das sich bei Anthropic bereits in den vergangenen Monaten abzeichnete. Im Januar 2026 stellte das Unternehmen Claude Cowork vor, einen agentischen Assistenten für komplexe Aufgaben im Arbeitsumfeld. Kurz darauf folgten agentische Plug-ins für Cowork, die spezialisierte Aufgaben über verschiedene Unternehmensbereiche hinweg automatisieren sollen.

Die Figma-Aktie(öffnet im neuen Fenster) (NYSE: FIG) verlor am Freitag, dem 17. April 2026, bis zu 6,8 Prozent nach der Ankündigung von Claude Design. Auf Tagesschlusskurs gerechnet fiel die Aktie auf 18,84 US-Dollar, nach einem vorherigen Schlusskurs von 20,32 US-Dollar – ein Rückgang von bis zu 7,28 Prozent auf dem Tageshoch der Kursverluste.

Der Kursrückgang kam nicht völlig überraschend: Bereits am 14. April 2026 hatte Anthropics Chief Product Officer Mike Krieger seinen Sitz im Figma-Verwaltungsrat geräumt – zeitgleich mit ersten Berichten über das geplante Design-Tool. Figma-Aktien verloren daraufhin bereits 6 Prozent.


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