Claude, ChatGPT: US-KI-Unternehmen wollen Kopierversuche aus China verhindern
Diverse US-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Google wollen zusammenarbeiten, um ihre KI-Modelle besser vor Kopierversuchen der Konkurrenz zu schützen. Das berichtet das Magazin Bloomberg mit Bezug auf interne Quellen(öffnet im neuen Fenster) . Dabei soll es vor allem chinesischen Unternehmen schwergemacht werden, ihre Modelle anhand von US-Produkten zu trainieren und dadurch eine Menge Ressourcen und Geld zu sparen.
Eine solche Vorgehensweise warfen diverse US-Konzerne bereits etwa dem chinesischen Unternehmen Deepseek vor. Deepseek konnte mithilfe eines Bruchteils der Ressourcen Sprachmodelle trainieren, die mit den damals führenden Modellen von OpenAI und Google konkurrieren konnten.
"Diese seltene Zusammenarbeit unterstreicht die Schwere der von US-amerikanischen KI-Unternehmen geäußerten Besorgnis, dass einige Wettbewerber, insbesondere in China, Nachahmungen ihrer Produkte erstellen, die diese preislich unterbieten könnten" , schreibt Bloomberg.
Um Modelle wie GPT-5, Gemini und Claude zu kopieren, kann etwa das Prinzip der Adversial Distillation(öffnet im neuen Fenster) genutzt werden. Dieses sieht vor, dass kleinere Modelle, sogenannte Schüler, von größeren und ausgereifteren Modellen, den Lehrern, lernen und ihre Robustheit und Vorhersagegenauigkeit kopieren. Daraus können auch künstliche Datensätze erstellt werden, die für das Training von Schülermodellen bereitstehen.
Weniger Geld für US-Unternehmen
Adversial Distillation ist ein gewolltes Feature. Damit können sich Kunden ihre eigenen Versionen von ChatGPT, Gemini, Claude und Co. trainieren und auf ihre im Unternehmen genutzten Daten abstimmen. Solche Modelle sind für ihre spezielle Nutzungsszenarien oft genauer und besser nutzbar. Aus diesem Grund arbeiten die Unternehmen im Rahmen des Frontier Model Forums zusammen, um Informationen bezüglich versuchter Kopierversuche zu teilen.
Konkurrenzunternehmen können sich so nämlich ihre eigenen Produkte erstellen, oft für einen Bruchteil der Entwicklungskosten. Da etwa chinesische Modelle wie Deepseek mit offenen Gewichtungen arbeiten, können sie anschließend von Kunden kostengünstiger genutzt werden. Dies schadet wiederum dem Umsatz großer US-Unternehmen.
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