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Romanautor Neal Stephenson will Schwertkampf in Videospielen verbessern.
Romanautor Neal Stephenson will Schwertkampf in Videospielen verbessern. (Bild: Subutai Corporation/Kickstarter)

Clang: Neal Stephenson bringt echten Schwertkampf in Videospiele

Romanautor Neal Stephenson will Schwertkampf in Videospielen verbessern.
Romanautor Neal Stephenson will Schwertkampf in Videospielen verbessern. (Bild: Subutai Corporation/Kickstarter)

Schwertkampf in Videospielen hat mit der Realität wenig gemein. Das will der bekannte Romanautor Neal Stephenson ändern, zum Vorteil für Schwertkampfbegeisterte und die gesamte Spieleindustrie.

Neal Stephenson (Cryptonomicon, Quicksilver, Snow Crash etc.) ist Romanautor, Geschichtsinteressierter und Schwertkampffan - und er ist höchst unzufrieden damit, wie unrealistisch und vereinfacht Schwertkämpfe in Videospielen umgesetzt sind. Das will er nun mit seinem Unternehmen Subutai Corporation und Gleichgesinnten ändern. Nicht nur in Form eines eigenen Spiels namens Clang, sondern auch durch ein Software Development Kit (SDK), auf dem Fans und - gegen Lizenzzahlung - auch andere Entwickler aufbauen können.

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Bei der Bewegungssteuerung hat sich das Team für die Sixense-Technik entschieden, die bisher nur in dem PC-Controller Razer Hydra zu finden ist. Mit dem Controller-Paar sollen die Haltung des Schwerts und die Bewegung des Kämpfers gut gesteuert werden können. Beim Schwertkampf konzentriert sich das Subutai-Team erst einmal auf die im Mittelalter gebräuchlichen, zweihändig geführten Langschwerter, da die Kampftechniken hier gut dokumentiert seien.

Klirrende Klingen

Die Simulation des Zusammenpralls von Schwertern oder Schwertern und Gegnern soll durch die bisherige Technik zwar nur eingeschränkt möglich sein. Beim Schwertkampf gehe es aber auch nicht darum, jemanden zu teilen oder mit dem Schwert stecken zu bleiben, sondern um fließende Bewegungen, heißt es in der Clang-Beschreibung, und damit sei das zu verschmerzen. Insofern wird eine Kombination aus einfachem Force-Feedback, Geräuschen und visuellen Hinweisen für den Träger des virtuellen Zweihänders verwendet.

  • Clang - Neal Stephensons Subutai arbeitet am besseren Schwertkampf für Videospiele (Screenshot Golem.de)
  • Clang - humorvolle Vorstellung auf Kickstarter (Screenshot Golem.de)
  • Clang - Stephenson liebt Schwertkampf (Screenshot Golem.de)
  • Clang - Szene aus dem Kickstarter-Trailer (Screenshot Golem.de)
  • Clang - Szene aus dem Kickstarter-Trailer (Screenshot Golem.de)
  • Clang - Stephenson schreibt nicht nur über Schwerter, er schwingt sie auch selber gerne (Screenshot Golem.de)
  • Clang - Bild aus einer frühen Entwicklungsphase (Screenshot Golem.de)
  • Clang - gesteuert wird mit Hydra Razer oder einem anderen Sixense-kompatiblen Controller (Screenshot Golem.de)
Clang - Neal Stephensons Subutai arbeitet am besseren Schwertkampf für Videospiele (Screenshot Golem.de)

Möglich wäre auch eine Anpassung an die Konsolensteuerung Wiimote (Wii), Playstation Move (PS3) und Kinect (Xbox 360), die jedoch mit geringerer Genauigkeit und größerer Verzögerung arbeiten würden. Aufgrund des kleinen Teams könne man sich dem Problem noch nicht widmen, wolle dies aber eventuell später nachholen, hieß es.

Erst die Multiplayer-Arena...

Bis jetzt wird Clang also nur als PC-Spiel entwickelt, das zudem erst auf Multiplayer-Duelle zwischen zwei Schwertkämpfern in einer Arena beschränkt ist. Ein Einzelspielermodus mit computergesteuerten Gegnern wird folgen, ebenso größere Gefechte zwischen mehreren Kämpfern. Entwickelt wird voraussichtlich mit der Unity-Engine, so dass nicht nur eine Windows-, sondern auch eine Mac-Umsetzung denkbar ist. Linux wird von Unity noch nicht unterstützt.

Später soll das Spiel Clang zu einem richtigen Action-Abenteuerspiel werden, eingebettet in Neal Stephensons Foreworld-Sage, bei der sich die Geschichte der Erde in Details anders entwickelt hat und in dem Verschwörungen und Mysterien etwas mehr Raum haben. Neal Stephensons erste Foreworld-Geschichte ist seine in Kooperation mit anderen Autoren und Schwertkampf-Experten geschriebene Abenteuerroman-Trilogie "The Mongoliad".

... dann die Story

"The Mongoliad: Book One" ist im April 2012 auf Englisch als gedrucktes Buch, als Kindle-E-Book und als Hörbuch erschienen. Es spielt im Jahr 1241 und dreht sich um eine Gruppe von Kriegern und Klerikern, die gemeinsam mit ihren Schwertern gegen die Invasion durch die Mongolen kämpfen. Dieses Team soll auch in Clang eine Rolle spielen. Neben Stephenson sind Erik Bear, Greg Bear, Joseph Brassey E.D. deBirmingham, Cooper Moo und Mark Teppo an den Romanen und der Ausgestaltung der Foreworld-Welt beteiligt. Eine Onlineversion der The-Mongoliad-Geschichte kann nach einer Anmeldung auch kostenlos unter Mongoliad.com gelesen werden.

Um Clang umsetzen zu können, suchen Neal Stephenson und sein 2010 gegründetes Unternehmen Subutai derzeit Unterstützung auf Kickstarter. Bis zum 9. Juli 2012 sollen 500.000 US-Dollar gesammelt werden, schon jetzt ist absehbar, dass es deutlich mehr werden wird. Immerhin gibt es schon Zusagen über 285.000 US-Dollar und es werden ständig mehr. Kein Wunder, Stephenson hat eine große Fangemeinde als Buchautor von Cyberpunk- und Historienromanen. Ob er auch als Spieleentwickler Maßstäbe setzen kann, wird sich im Februar 2013 zeigen, dann sollen Unterstützer Zugang zu Clang erhalten.

Nachtrag vom 9. Juli 2012, 12:44 Uhr

Kurz vor dem Ende der Finanzierungsphase auf Kickstarter hat das Clang-Projekt die angestrebte Mindestmarke von 500.000 US-Dollar überschritten - zuletzt setzte sich auch Razor-Chef Min-Liang Tan für den Schwertkampfsimulator ein. Nun hat Neal Stephensons Subutai-Team noch etwa fünf Stunden Zeit, um das Budget weiter mit Hilfe von Kickstarter aufzustocken.


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Jakelandiar 09. Jul 2012

Schwertkampf? Ernsthaft? Also eigentlich kannste jede Nahkampfwaffe da gleich behandeln...

burzum 20. Jun 2012

Ich will ja nicht pessimistisch sein aber das Anbinden und den Druck der gegnerischen...

commander1975 20. Jun 2012

Da der Widerstand der gegnerischen Waffe ja komplett fehlt stimmt das natürlich. Die...

Hotohori 20. Jun 2012

Bei der Wii ist es wohl einfach auch die Konsole selbst, die hat einfach nicht genug...

rommudoh 19. Jun 2012

Clang ja, CLANG nein!



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