CIX Clawcore: Chinesischer Prozessorhersteller stellt Openclaw-CPUs vor
Der KI-Agent Openclaw ist weltweit sehr beliebt, in China ist der Hype besonders ausgeprägt . Da verwundert es wenig, dass der chinesische CPU-Hersteller Cix im Zeichen des Hummers gleich drei Reihen von Systems-on-Chip (SoC) angekündigt hat(öffnet im neuen Fenster) (via CNX Software(öffnet im neuen Fenster) ). Alle nutzen Kerne, die den Befehlssatz ARMv9.2 implementieren, alle sind mit einer NPU ausgestattet.
Beim Clawcore-P, der ab März 2026 verfügbar sein soll, scheint es sich um einen umgelabelten Cix P1 alias CD8180(öffnet im neuen Fenster) zu handeln: Beide haben zwölf Kerne, eine Immortalis-G720-GPU und eine 45-TOPS-NPU.
Die Kerne des Clawcore-P sollen mit bis zu 3,2 GHz deutlich höher takten. Für die vier leistungsoptimierten Cortex-A720-Kerne des P1 werden 2,8 GHz angegeben, vier weitere Cortex-A720 takten mit maximal 2,4 GHz. Hinzu kommen vier Cortex-A520 mit maximal 1,8 GHz. Das SoC ist für lokale KI-PCs ausgelegt.
Für Edge-Anwendungen sind zwei weitere Modelle in der Entwicklung, für die weniger Details genannt werden: Der Clawcore-A soll im Juni 2026 erscheinen. Acht CPU-Kerne dürfen mit maximal 3 GHz takten, das SoC bekommt eine leistungsfähigere 80-TOPS-NPU. Mittels einer PCIe-Karte von Huomo Intelligent Technology(öffnet im neuen Fenster) soll die KI-Rechenleistung auf 200 TOPS gesteigert werden können. Wie beim Clawcore-P können bis zu 64 GByte LPDDR5-RAM verbaut werden, das A-Modell unterstützt zudem Speicherschutz mittels ECC.
Zum Clawcore-E, der im Dezember 2026 auf den Markt kommen soll, gibt es bislang keine Daten zu Kernanzahl und NPU-Leistung. Er soll besonders effizient sein und Hardware für eine Aktivierung per Sprachkommando (wake word) umfassen.
Mehr Unabhängigkeit von Cloud-Modellen
Mit bis zu 64 GByte RAM sollen sich auch größere Modelle wie Qwen 3.5 27B lokal ausführen lassen. Damit sollen 80 Prozent der Anwendungsfälle abgedeckt werden können, in der Pressemitteilung ist an anderer Stelle von 50 Prozent Nutzung lokaler Modelle zu lesen. Auf jeden Fall sollen die Token-Kosten sinken. Größere Modelle können über Alibaba Cloud genutzt werden, das als Partner dabei ist.
Cix will es aber nicht bei den Chips belassen, sondern um Openclaw ein komplettes Ökosystem aufbauen. Es sollen fertige Betriebssystem-Images auf Basis verschiedener Linux-Distributionen angeboten werden. Openclaw, ein Cloud-Stack sowie ein eigenes Software Development Kit (SDK) sollen bereits integriert sein.
Über die Software sollen sich mehrere Instanzen zu einem kollaborativen System verbinden lassen, das die gleichzeitige Nutzung verschiedener KI-Modelle ermöglicht. Für den Austausch von Modellen und Skills für Openclaw soll zudem eine Plattform eingerichtet werden.
Cix positioniert die Clawcore-Systeme insbesondere für Software-Entwickler. Das SDK soll die Entwicklung KI-basierter Anwendungen vereinfachen, die anschließend als Container bereitgestellt werden können. Hardware mit Clawcore-SoC wurde unter anderem von Orange Pi angekündigt.
Auch Minisforums MS-R1(öffnet im neuen Fenster) soll sich in das Ökosystem einfügen, was die Vermutung untermauert, dass es sich beim Clawcore-P um einen umbenannten P1 handelt. Neben Edge-Servern und Mini-PCs sollen die SoCs auch in NAS-Systemen verbaut werden, auf denen lokale KI etwa Dokumente analysieren könnte.
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