Civil Infrastructure Platform: Basis für Einheits-Linux ziviler Infrastruktur steht

Das Projekt der Civil Infrastructure Platform (CIP) will ein paar grundlegende Bausteine auf Open-Source-Basis entwickeln, mit denen die Industrie, aber auch zivile Organisationen zuverlässige und sichere kritische Infrastrukturen aufbauen können, etwa in den Bereichen Energieerzeugung und -verteilung, Wasser, Öl und Gas, Transport oder Gebäudeautomation. Das Projekt hat auf dem Open Source Summit Europe in Prag die Verfügbarkeit von CIP-Core bekannt gegeben(öffnet im neuen Fenster) .

Dabei handelt es sich um ein Referenz-Dateisystem, das auf einer Referenz-Hardware läuft und auf dem sich die CIP-Core-Pakete installieren lassen. Diese Kernbestandteile der Software, die extrem lange gepflegt werden sollen und müssen, umfassen ersten Überlegungen zufolge derzeit den Bootloader U-Boot, die Werkzeugsammlung Busybox, die C-Bibliothek Glibc, die GNU Binutils und GCC sowie Openssl.
Der CIP-Core(öffnet im neuen Fenster) bildet zusammen mit einem Super-Long-Term-Support-Kernel (SLTS) den Open Source Base Layer der CIP. Zum Einsatz kommt hier derzeit der Linux-Kernel 4.4, der wohl für mindestens zehn Jahre gepflegt werden soll. Eigentlich geht die geplante Laufzeit der Software des CIP-Projektes noch deutlich darüber hinaus. Diese orientiert sich an der üblichen Lebensdauer ziviler Infrastruktur, die von dem CIP-Projekt mit bis zu 60 Jahren angegeben wird.
Zum Testen und für die weitere Entwicklung des Systems stehen die Dateisystem-Images bereit, die auf dem Beaglebone Black, dem iWave RZ/G1M Qseven Development Kit, dem DE0-Nano-SoC Development Kit und virtualisiert auf Qemu x86_64 laufen.