Whiskerwood, Roman Triumph, Celestrial Empires und Memoriapolis
Whiskerwood: Mäuse in der Stadt
Hier bekommt der Begriff "Wuselfaktor" eine ganz neue Bedeutung: In Whiskerwood(öffnet im neuen Fenster) bauen wir eine florierende Stadt samt ineinander verzahnter Produktionsketten. Nur sind hier keine Mini-Römer am Werk, sondern – Mäuse.
Im Auftrag des tyrannischen Königs, einer fetten Katze, sind wir hier mit dem Aufbau einer Kolonie irgendwo in der Wildnis eines menschen-, pardon: mäuseleeren Archipels betraut. Holzfäller, Bergarbeiter, Bauern – alles wie immer, nur eben mit Fellknäueln.
Im Unterschied zu Anno & Co. sind die Arbeitskräfte in Whiskerwood aber keine namenlosen Drohnen, sondern haben Persönlichkeit und jeweils eigene Stärken, Vorlieben und Macken. Eine wichtige Aufgabe ist es deshalb, die kleinen Individuen bei Laune zu halten.
Das ist gar nicht so einfach, weil die arroganten Katzenherrscher regelmäßig Steuern eintreiben und Forderungen erheben.
Auch Whiskerwood ist noch im Early Access, und zwar seit Anfang November 2025. Die Mischung aus niedlichem Gewusel und kniffliger strategischer Aufbauherausforderung macht aber schon jetzt Spaß.
Erhältlich für Windows-PC; rund 30 Euro (Early Access).
Roman Triumph – Survival City Builder: Kampf den Göttern!
Der römische Kaiser schickt uns in die ungezähmte Wildnis am Rand des Imperiums. Dort sollen wir eine Stadt aufbauen – das ist machbar, immerhin kennen wir das aus vielen Spielen. Eine römische Stadt aufzubauen und sie dann auch zu verteidigen – das ist schon kniffliger.
Vor allem, wenn es wie in Roman Triumph(öffnet im neuen Fenster) nicht nur schlecht gelaunte Barbaren, sondern jede Menge mythische Bestien als Gegenspieler gibt. Auch die römischen Götter Ceres, Mars, Jupiter und Venus müssen zufriedengestellt werden, sonst trifft uns ihr Zorn.
Das im September 2025 veröffentlichte Early-Access-Spiel eines Einzelentwicklers zeigt bei den Überfällen auf unsere Siedlung seine Originalität und Eigenständigkeit. Mit verschiedenen militärischen Einheiten und schlau platzierten Verteidigungsanlagen trotzen wir den Attacken.
Angreifer sind teils riesige Ungeheuer wie die dreiköpfige Hydra, die wie Godzilla Gebäude und Truppen plattmacht. Schade, dass sich vor allem im späteren Spiel der unfertige Zustand aktuell noch etwas bemerkbar macht.
Erhältlich für Windows-PC; rund 25 Euro (Early Access).
Celestial Empire: Anno in China
Das chinesische Mittelalter hat alles zu bieten, was Fans des Aufbaustrategiegenres lieben: wimmelnd volle Städte, exotische Gebäude und interessante Arbeitskreisläufe. Das polnische Studio hinter Celestial Empires(öffnet im neuen Fenster) bietet mit seinem ebenfalls im September 2025 in den Early Access gestarteten Spiel einen wunderhübschen Spielplatz für Städtebauer.
Häuser, Paläste und Landwirtschaft zu planen und Logistik- und Handwerksketten aufzubauen, reicht aber im Reich der Mitte nicht aus.
Hier spielen nämlich auch Philosophie, Religion und Spiritualität unserer wuselnden Stadtbewohner eine wichtige Rolle. Wir verbringen viel Zeit mit dem Erforschen und Errichten religiöser Gebäude, verschreiben uns einer Schutzgottheit und müssen Rücksicht auf himmlische Gebote nehmen.
Das gibt diesem ansonsten angenehm klassischen Aufbaustrategiespiel in direkter Anno-Tradition eine erfreulich eigenständige Note. Wer dem asiatischen Setting etwas abgewinnen kann, sollte auch einen Blick auf das empfehlenswerte Laysara – Summit Kingdom werfen.
Erhältlich für Windows-PC; rund 20 Euro (Early Access).
Memoriapolis: Aufbau trifft Civ
Dieses Spiel eines französischen Indie-Teams versucht sich an etwas Originellem. Ziel des Städtebaukastens Memoriapolis(öffnet im neuen Fenster) ist es, eine Metropole während fünf Epochen zu hegen und zu pflegen, von der Antike bis zur Industrialisierung.
Ein Hauch von Zivilisation sorgt dafür, dass wir eine richtige Beziehung zur architektonischen Geschichte unserer Stadt aufbauen. Monumente und Produktionsstätten, die wir in der Antike errichtet haben, verfallen oder werden zu hochgeschätzten historischen Landmarken. Urbane Zentren verschieben sich mit neuartigen Technologien und Anforderungen.
Das sonst im Genre allgegenwärtige Mikromanagement entfällt, Straßen oder Wohnhäuser muss man hier nicht bauen, auch Produktionsketten sind nicht besonders wichtig.
Stattdessen sind immer wieder politische Entscheidungen gefragt: Mit welchem unserer Nachbarn verbünden wir uns? Welche der politischen Fraktionen in der Stadt wollen wir unterdrücken, um im Senat Gesetze durchzubringen?
Seit der Veröffentlichung von Version 1.0 im Frühjahr 2025 wurde weiter an Spielbalance und Verbesserungen gearbeitet. Wer ein etwas anderes Aufbaustrategiespiel mit faszinierend neuem Konzept sucht, ist hier richtig.
Erhältlich für Windows-PC; rund 25 Euro.



