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City One: Elektroauto-Hersteller ACM scheitert mit Wechselakkus

Der Autohersteller ACM aus Deutschland, der das Elektroauto City One mit Wechselakkus entwickelt hat, ist insolvent. Nun werden neue Investoren gesucht.
/ Andreas Donath
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ACM City One: elektrischer Kleinwagen mit Wechselakkus (Bild: ACM)
ACM City One: elektrischer Kleinwagen mit Wechselakkus Bild: ACM

Das kleine Elektroauto ACM City One sollte als Taxi oder Kleintransporter eingesetzt werden. Durch entnehmbare Akkus sollte es besonders flexibel sein, doch daraus wird wohl erst einmal nichts. Der Hersteller ACM (Adaptive City Mobility) musste einem Bericht der Automobilwoche(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) zufolge Insolvenz anmelden. Wie das Branchenblatt berichtet, sollen neue Investoren die Idee retten. Die Suche laufe bereits, deutete Gründer und Vorstandschef Paul Leibold an.

Durch die Coronapandemie habe sich die Präsentation des City One stark verzögert, was dazu führte, dass der Plan des Unternehmens ins Wanken geriet: Eigentlich sollte der Kleinwagen Anfang 2021 vorgestellt werden, doch erst im Herbst 2021 war die Präsentation möglich. Die Testproduktion sollte 2023 starten, 2024 sollte die Massenproduktion beginnen.

Der ACM City One ist ein kompaktes Fahrzeug mit nur 3,6 Metern Länge. Das Fahrzeug ist modular aufgebaut und kann als Pkw für bis zu fünf Insassen genutzt werden oder als Transporter, in den zwei Personen und eine Euro-Palette passen. Es ist als Leichtbaufahrzeug der Klasse L7e klassifiziert und soll bis zu 110 km/h schnell fahren. Der Hersteller wollte keine Privat-, sondern Gewerbekunden dafür begeistern, die damit zum Beispiel Taxi- und Lieferdienste aufbauen sollen.

Das Konzept für das Elektroauto hatte ACM Anfang 2017 vorgestellt , damals noch als Taxi für drei Insassen: einen Fahrer und zwei Passagiere. 2019 wurde ein Prototyp präsentiert .

Entwickelt wurde das Fahrzeug von einem Konsortium, das für das Programm Informations- und Kommunikationstechnologien für Elektromobilität (IKT-EM) III des Bundeswirtschaftsministeriums gegründet wurde. Daran beteiligt waren unter anderem das Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik und Siemens.


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