City E-Taxi: Ein Elektrotaxi mit Durchblick

Das gläserne Taxi kommt, und es ist sauber und leise: Ein Konsortium aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen hat ein schickes Elektroauto für die Stadt entwickelt. Für die Akkus soll ein gescheitertes Konzept wiederbelebt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
City E-Taxi: Gegenpol zu heutigen Fahrzeugkonzepten
City E-Taxi: Gegenpol zu heutigen Fahrzeugkonzepten (Bild: Naumann-Design)

Mit der Elektrokraftdroschke durch die Stadt: Das City E-Taxi ist ein kleines Elektroauto, das in Zukunft als Taxi Fahrgäste durch die Stadt chauffieren soll. Das Auto hat eine ungewöhnliche Raumaufteilung und sorgt für Transparenz im Straßenverkehr. Es soll auf der Cebit im März 2017 vorgestellt werden.

  • Das City E-Taxi ist ein Elektroauto. (Bild: Naumann-Design)
  • Die Türen sind transparent und können ausgebaut werden (Bild: Naumann-Design)
  • Im Auto ist Platz für drei: Der Fahrer sitzt vorn, die beiden Passagiere hinten. (Bild: Naumann-Design)
  • Der Kofferraum kann durch Ausbau der Passagiersitze vergrößert werden. (Bild: Naumann-Design)
  • Dann kann das Auto auch als Kleintransporter eingesetzt werden. (Bild: Naumann-Design)
  • Die Akkus sind im Unterboden eingebaut und können getauscht werden. (Bild: Naumann-Design)
  • Das Auto soll auf der Cebit 2017 vorgestellt werden. (Bild: Naumann-Design)
Das City E-Taxi ist ein Elektroauto. (Bild: Naumann-Design)
Stellenmarkt
  1. Ingenieur als Datenarchitekt mit dem Schwerpunkt Asset Performance Management (all genders)
    TenneT TSO GmbH, Bayreuth, Lehrte
  2. IT Coordinator - 1st und 2nd Level Support (m/w/d)
    Engelbert Strauss GmbH & Co. KG, Biebergemünd
Detailsuche

Das City E-Taxi ist gedacht für drei Insassen: Der Fahrer sitzt vorn in der Mitte, die zwei Passagiere nebeneinander dahinter. Es ähnelt von der Aufteilung her den Fahrradrikschas, die in Großstädten wie Hamburg oder Berlin Fahrgäste kutschieren. Der Eindruck wird noch verstärkt durch das Design: Zwar ist das Auto nicht offen wie Fahrradtaxis. Aber es hat durchsichtige Türen. Die können allerdings - ähnlich wie beim Renault Twizy - ausgebaut werden. Die Front mit den unter der Windschutzscheibe angebrachten Scheinwerfern erinnert an den Fiat Multipla.

Ohne Rücksitze ist mehr Platz

Das Auto ist 3,30 Meter lang, 1,66 Meter breit und 1,48 Meter hoch. Es wiegt ohne Akkus 450 Kilogramm. Die Akku-Einheit wiegt 102 Kilogramm. Das Auto kann eine Nutzlast von 380 Kilogramm transportieren. Da es vornehmlich für die Stadt gedacht ist, fährt es nicht schneller als 90 km/h. Das City E-Taxi kann auch zum E-Lieferwagen umfunktioniert werden: Wird die Rückbank entfernt, ist hinten genug Platz für eine Euro-Palette. Das Kofferraum-Volumen beträgt dann 1.300 Liter. Wenn eine Rückbank drin ist, sind es 360 Liter.

Als Stromspeicher dienen sechs Lithium-Ionen-Akkupacks, die im Unterboden untergebracht sind. Jedes Pack hat eine Kapazität von 1,9 Kilowattstunden. Mit einer Akkuladung kommt das Auto, abhängig von der Fahrweise, etwa 120 Kilometer weit. An einer Ladestation dauert es etwa drei Stunden, die Akkus wieder zu laden, an der Steckdose sechs Stunden.

Die Akkus können getauscht werden

Golem Akademie
  1. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Allerdings ist es nicht nötig, das Auto zum Laden an den Stecker zu hängen: Die Akkus können ausgetauscht werden. Die Idee ist, eine Infrastruktur mit Wechselstationen aufzubauen. Das erinnert an das - gescheiterte - Konzept von Better Place, des Unternehmens des ehemaligen SAP-Managers Shai Agassi.

Entwickelt wurde es von Adaptive City Mobility (ACM), einem Konsortium, das für das Programm Informations- und Kommunikationstechnologien für Elektromobilität (IKT-EM) III des Bundeswirtschaftsministeriums gegründet wurde. Daran beteiligt sind unter anderem das Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik, Siemens, der Akku-Hersteller BMZ, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) in Aachen sowie die RWTH-Ausgründung Streetscooter. Das Unternehmen gehört inzwischen der Post und baut Elektro-Postautos.

Das City E-Taxi sei ein "einfaches Elektrofahrzeug" zum Einsatz als Taxi oder für andere gewerbliche Anwendungen, sagt ACM. Der Trend sei, "immer größere, schnellere und für den Innenstadtbereich überdimensionierte Fahrzeuge wie z.B. SUVs zu bauen". Dagegen setzt ACM sein Elektroauto als "Gegenpol zu den heutigen Entwicklungen im Bereich der Automobilwelt".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dortmunder 06. Feb 2017

sicherlich gibt es noch viele Schwachstellen/Hürden und die Energie wird vermutlich...

highrider 01. Feb 2017

YMMD!

JackIsBlack 01. Feb 2017

Wenn ein Taxi so viel Standzeit hat, um über Induktion geladen zu werden, dann wird der...

Johnny Cache 01. Feb 2017

Aber wirklich. Das ist ungefähr so als ob man Bohlen mit Musik in Verbindung bringt...

mrhwo 01. Feb 2017

Jeder Beteiligte kann sagen "Seht her, wir machen jetzt auch was mit Elektronik" und in 2...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. G413 SE, G413 TKL SE: Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld
    G413 SE, G413 TKL SE
    Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld

    Normalerweise sind mechanische Tastaturen von Logitech sehr teuer - nicht so die G413 SE und TKL SE. Die verzichten dafür auf RGB.

  2. Deutschland: E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall
    Deutschland
    E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall

    E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden, meint der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel.

  3. Letzte Meile: Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen
    Letzte Meile
    Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen

    Die Telekom will von 1&1, Vodafone und Telefónica künftig erheblich mehr für die Anmietung der letzten Meile.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /