Citizen Science fürs Weltall: Ein Quasar, der deinen Namen trägt
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Citizen Science bedeutet im Kern: Amateure beteiligen sich an echter wissenschaftlicher Forschung, ohne dafür eine spezielle Ausbildung haben zu müssen. Das kann ganz unterschiedlich aussehen – am heimischen Schreibtisch im Browser, draußen mit bloßem Auge oder mit eigenem Equipment im Garten. Manche Projekte sind auf eine einzelne Beobachtung ausgelegt, andere leben von jahrelanger, regelmäßiger Teilnahme.
Die Idee ist nicht neu. Schon 1999 ging mit Seti@home eines der ersten großen Citizen-Science-Projekte an den Start: Wer mitmachen wollte, installierte einfach ein Programm auf dem heimischen Rechner, das im Hintergrund oder als Bildschirmschoner Radiodaten des Arecibo-Teleskops nach möglichen außerirdischen Signalen durchsuchte – ganz ohne eigene Beobachtung.
Über 5,2 Millionen Menschen weltweit machten in den folgenden 21 Jahren mit, bis das Projekt 2020 in eine Art Ruhezustand ging. Das Ergebnis: Aus den ursprünglich rund 12 Milliarden gesammelten Rohdetektionen filterten die Forscher am Ende rund 100 besonders interessante Kandidatensignale heraus, die seit 2025 erneut beobachtet werden – dieses Mal mit dem chinesischen Fast-Teleskop(öffnet im neuen Fenster), dem derzeit größten Radioteleskop der Welt.
Genau hier liegt der Vorteil des Citizen-Science-Ansatzes: Er skaliert extrem gut durch die große Zahl der Beteiligten.
Heute ist das Spektrum an Möglichkeiten noch deutlich breiter. Wir schauen uns in diesem Artikel verschiedene Stufen der Beteiligung anhand aktueller Projekte an. Angefangen von der Unterstützung ganz ohne Hilfsmittel bis zum Smart-Teleskop im eigenen Garten. Und einige davon probieren wir auch selbst aus.
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