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Stufe 1: Ohne Hilfsmittel, direkt im Browser

Der einfachste Einstieg führt über Sammelplattformen wie Zooniverse.org, auf denen man sich kostenlos registrieren und sofort loslegen kann. Kein Teleskop, kein teures Equipment und keine Vorkenntnisse nötig – lediglich ein Browser und ein wenig Zeit.

Das Projekt Space Warp(öffnet im neuen Fenster) zum Beispiel untersucht den Effekt von Gravitationslinsen(öffnet im neuen Fenster) in Bildern des Euclid-Weltraumteleskops(öffnet im neuen Fenster).

Auf den Bildern markiert man mögliche Kandidaten, die den Effekt zeigen, und hilft so zum einen die bereits erkannten Proben zu verifizieren und zum anderen bisher unerkannte Proben zu identifizieren.

Ein anderes Projekt ist der Rubin Comet Catcher. Das Vera-C.-Rubin-Teleskop liefert riesige Datenmengen zu Asteroiden und Kometen. Mithilfe des Citizen-Science-Projekts werden bei möglichen Kometen Aufnahmen geprüft, um zu schauen, ob Objekte einen schwachen Kometenschweif oder Koma(öffnet im neuen Fenster) zeigen.

Ein weiteres Projekt hilft, die Machine-Learning-Algorithmen zu verbessern, die die Struktur von Spiralgalaxien automatisch erkennen und deren Spiralarme identifizieren sollen.

Es reichen dabei wenige Minuten am Tag, um hier einen wertvollen Beitrag zu leisten. Wer möchte, kann sich seine Beteiligung auch in Form eines Zertifikats ausstellen lassen.

Das Projekt Planet Hunters wurde vor einigen Jahren durch einen einzigen, bis heute ungeklärten Fall bekannt: Tabbys Stern (KIC 8462852)(öffnet im neuen Fenster). 2015 entdeckten Freiwillige bei der Sichtung von Kepler-Daten ungewöhnliche, unregelmäßige Verdunkelungen, für die es keine restlos überzeugende Erklärung gab – die Spekulationen reichten von Kometenschwärmen bis zu außerirdischen Megastrukturen. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie aufmerksame Amateure Anomalien aufspüren, die automatisierten Suchalgorithmen schlicht entgehen.

Dass aus so einer Klick-Arbeit im Browser tatsächlich Co-Autorenschaften werden können, zeigt das Zooniverse-Projekt Galaxy Zoo, bei dem Freiwillige Galaxien anhand von Sloan-Digital-Sky-Survey-Aufnahmen(öffnet im neuen Fenster) klassifizieren.

2007 fiel der niederländischen Lehrerin Hanny van Arkel dabei ein seltsames grünes Objekt neben der Galaxie IC 2497 auf, das in kein bekanntes Schema passte. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein sogenanntes Lichtecho eines inzwischen erloschenen Quasars, ein astronomisch extrem seltenes Phänomen, handelt. Das Objekt trägt heute ihren Namen, Hanny's Voorwerp, und sie ist als Mitautorin der entsprechenden Fachpublikation in der MNRAS gelistet(öffnet im neuen Fenster).

Wer nicht gezielt nach Astronomie-Projekten sucht, sondern sich einfach durch das Angebot klicken will, findet auf Zooniverse(öffnet im neuen Fenster) Hunderte browserbasierte Mitmachprojekte quer durch alle Fachgebiete, von Biologie bis Klimaforschung. Für den deutschsprachigen Raum gibt es mit "mit:forschen! Gemeinsam Wissen schaffen(öffnet im neuen Fenster)" (ehemals "Bürger schaffen Wissen") eine vergleichbare Plattform mit Filtermöglichkeiten nach Region, Aufwand und Thema.


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