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Cisco warnt: Kinder erhöhen Cyberrisiko im Homeoffice

Laut Cisco erlauben rund zwei Drittel aller Eltern im Homeoffice ihren Kindern den Zugriff auf beruflich genutzte Geräte – häufig sogar unbeaufsichtigt.
/ Marc Stöckel
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Kind mit Smartphone (Symbolbild) (Bild: Leon Neal/Getty Images)
Kind mit Smartphone (Symbolbild) Bild: Leon Neal/Getty Images

Der Netzwerkausrüster Cisco hat im Rahmen einer Studie untersucht, inwieweit Kinder ein Risiko hinsichtlich der Cybersicherheit ihrer im Homeoffice tätigen Eltern sowie deren Arbeitgebern darstellen. Wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) erklärt, wurden dafür zwischen dem 30. Juli und dem 8. August 2024 insgesamt 6.116 berufstätige Eltern im Alter von mindestens 18 Jahren aus mehreren Ländern befragt – 502 davon aus Deutschland.

Von den deutschen Teilnehmern gaben demnach mehr als zwei Drittel (68 Prozent) an, ihren Kindern die Nutzung ihrer persönlichen, aber zugleich für die Arbeit genutzten Geräte (BYOD – Bring your own device) wie Handys oder Tablets zu erlauben. Die Hälfte dieser Kinder dürfen das jeweilige Gerät laut Cisco sogar unbeaufsichtigt nutzen und kennen die erforderlichen Passwörter.

Nicht nur Datenschutz und Privatsphäre bedroht

Cisco warnt in diesem Zusammenhang, dass der Zugriff von Kindern auf BYOD-Geräte fatale Folgen haben kann. Dadurch bestehe etwa ein erhöhtes Risiko für Malware-Infektionen, erfolgreiche Phishing-Angriffe und unbeabsichtigte In-App-Käufe. Mögliche Folgen davon seien erhebliche finanzielle Verluste sowie erhöhte Risiken hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre.

Zudem könnten Kinder potenziell wichtige Dateien, Kontaktdaten oder Apps löschen und einen Verlust ungesicherter Arbeiten verursachen. Je nach Altersklasse ist es für Kinder besonders schwierig, die Folgen ihrer Handlungen richtig einzuschätzen. Cisco warnt diesbezüglich auch vor möglichen Zugriffen auf unangemessene Inhalte im Netz, jedoch bestehe dieses Risiko gewiss ebenso bei rein privat genutzten Geräten, sofern die Eltern keine geeigneten Maßnahmen ergreifen.

Handlungsempfehlungen

Angesichts der genannten Risiken spricht Cisco Empfehlungen zu deren Minderung aus. Für IT-Teams bedeutet das etwa, inaktive Sitzungen zeitlich zu begrenzen, Zero-Trust-Prozesse zu fördern, die Verwendung von Multi-Faktor-Authentifizierungen (MFA) zu erzwingen, den Umgang mit Passwörtern zu regeln und Zugriffe auf Unternehmensdaten nur über geschützte VPN-Verbindungen zu gestatten.

Weitere Schutzmaßnahmen, bei denen auch die Eltern ansetzen können, sind beispielsweise regelmäßig erstellte Back-ups sowie die Einrichtung von Gastkonten, um Kindern darüber einen eingeschränkten Zugang zu gewähren. Arbeitgebern wird zudem empfohlen, ihre Mitarbeiter hinsichtlich der Cybersicherheit zu schulen und sie über gängige Bedrohungen sowie deren Folgen aufzuklären.


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