Abo
  • Services:

Cisco: Noch immer Sicherheitslücken in Webex

An vier verschiedenen Punkten soll ein Angreifer immer noch Schadcode über Ciscos Konferenzsoftware Webex ausführen können. Google-Mitarbeiter Travis Ormandy spricht von mehr als 20 Millionen betroffenen Nutzern - Cisco arbeitet an einer Lösung.

Artikel veröffentlicht am ,
Webex hat noch immer kritische Sicherheitslücken.
Webex hat noch immer kritische Sicherheitslücken. (Bild: Cisco/Montage: Golem.de)

Der Netzwerkhersteller Cisco hat offenbar noch immer Probleme mit seiner Konferenzsoftware Webex. Gleich vier Sicherheitslücken ermöglichen Angreifern, Schadcode auszuführen. Diese wurden wieder von Travis Ormandy und Cris Neckar von Google Project Zero entdeckt und mit Codebeispielen belegt. Er hatte bereits im Januar 2017 auf Sicherheitslücken in der verbreiteten Software hingewiesen. Mehr als 20 Millionen Nutzer verwendeten sie in Google Chrome, heißt es. Firefox und Microsoft Edge seien höchstwahrscheinlich auch betroffen.

Stellenmarkt
  1. Senacor Technologies AG, verschiedene Standorte
  2. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Frankfurt am Main

Der Code habe sich mittlerweile zumindest verändert. Das Verhalten des JSON-Parsers wurde angepasst. Cisco scheint demnach dem Problem im Januar nachgegangen zu sein. Das Problem ist laut Ormandy, dass die Bibliothek atgpcext einen JSON-Parser mit eigener Namenskonvention für Eigenschaften verwendet, so dass Chrome und Webex Objekte unterschiedlich interpretieren. Das ermöglicht Angreifern, JSON-Objekte, die böswilligen Javascript-Code enthalten, in das System einzuschleusen.

Ormandy gibt ein Beispiel an: Das Objekt "object={"foo":1, "foo\0":2}" sieht Chrome mit dem Ergebnis 1, die atgpcext-Bibliothek nimmt den zweiten Parameter und sieht eine 2.

Ein zweites Problem sieht Ormandy in der GPCscript-Verifikation in Webex. Diese ist unvollständig und ermöglicht daher Calls von beliebigen exportierten Routinen aus beliebigen Bibliotheken. Der Call "_wsystem(calc)=WebEx_Exploit;" komme durch die Funktion, die so etwas eigentlich filtern solle, meint Ormandy. Außerdem können Parameter in einigen erlaubten Routinen mit Schadcode übergeben werden.

Cisco verteilt bereits Updates

Diese Fehler allein seien bereits so schwerwiegend, dass wie im Januar beliebiger Schadcode ausgeführt werden kann. Ormandy bezeichnet sämtliche Fixes jedoch als sinnlos, da es einen weiteren schwerwiegenden Fehler gibt. Das System soll sich einfach auf eine ältere Version zurückrollen lassen, da deren alte Signaturen noch immer gültig sind.

In einer Antwort auf den Post meldete sich Cisco zu Wort. Das Unternehmen bedankte sich für den detaillierten Report und teilte mit, es arbeite an einer Lösung des Problems. Ab dem 17. Juli sollen Updates für Webex verteilt werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 199€ (Vergleichspreis 265,99€)
  2. 269€ (Vergleichspreis 319€)HP Pavilion 32
  3. 3,82€

Badevil 19. Jul 2017

WebEx ist eine gute Sache, es funktioniert unabhängig der Plattform (Win/Linux/Mac) und...


Folgen Sie uns
       


Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018)

Strihl präsentiert auf der Light + Building sein Wartungssystem für Straßenleuchten per Drohne.

Strihl wechselt Leuchtmittel per Drohne (Light and Building 2018) Video aufrufen
Datenschutz-Grundverordnung: Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen
Datenschutz-Grundverordnung
Was Unternehmen und Admins jetzt tun müssen

Ab dem 25. Mai gilt europaweit ein neues Datenschutz-Gesetz, das für Unternehmen neue rechtliche Verpflichtungen schafft. Trotz der nahenden Frist sind viele IT-Firmen schlecht vorbereitet. Wir erklären, was auf Geschäftsführung und Admins zukommt.
Von Jan Weisensee

  1. 2019 Schweiz beginnt UKW-Abschaltung
  2. Cybersecurity Tech Accord IT-Branche verbündet sich gegen Nationalstaaten
  3. Black Friday Markeninhaber plant Beschwerde gegen Löschung

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

    •  /