Cisco: Mit dem Webex-Plugin beliebigen Code ausführen

Ciscos Webex-Infrastruktur wird weltweit von Unternehmen genutzt. Eine Sicherheitslücke im Chrome-Plugin der Anwendung hat Angreifern die Ausführung eines beliebigen Codes ermöglicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Ciscos Webex-Extension für Chrome war verwundbar.
Ciscos Webex-Extension für Chrome war verwundbar. (Bild: Tavis Ormandy)

Ciscos Webex-Plugin für den Chrome-Browser hat eine kritische Schwachstelle und sollte umgehend gepatcht werden. Die Sicherheitslücke in dem Kommunikationsplugin wurde von Tavis Ormandy von Googles Project Zero gefunden. Webex wird nach Angaben von Cisco von rund 20 Millionen Menschen weltweit genutzt, die Sicherheitslücke lässt sich zum Beispiel durch eine Drive-By-Attacke über eine Webseite ausnutzen. Das Plugin wird automatisch auf den neuesten Stand gebracht, die aktuelle Versionsnummer ist 1.0.3.

Stellenmarkt
  1. Projektmanager / Lead Product Owner ERP (m/w/d)
    über Hays AG, Landshut
  2. (Junior-) Referent (m/w/d) für das Anwendungsmanagement im Team IT-Management und Services
    Taunus Sparkasse, Bad Homburg vor der Höhe
Detailsuche

Angreifer müssen dazu nur eine Datei oder eine andere Ressource hosten, die den String "cwcsf-nativemsg-iframe-43c85c0d-d633-af5e-c056-32dc7efc570b.html" enthält. Mit diesem "Magic Pattern" wird Webex in die Lage versetzt, eine Webex-Sitzung auf einem entfernten Rechner zu starten.

Nach Angaben von Ormandy kann dieses Kommando durch jede beliebige Webseite genutzt werden, um Sitzungen zu starten. Außerdem ermöglicht der Fehler die Ausführung eines beliebigen Codes. Der Angriff erfordert keine Nutzerinteraktion, der Code kann außerdem in einem iFrame versteckt werden, so dass der Benutzer davon nichts mitbekommt.

Patch nach zwei Tagen

Cisco hat die Sicherheitslücke nur zwei Tage nach der privaten Offenlegung durch Ormandy gepatcht. Nach Angaben des Sicherheitsforscher könnte der Patch aber unvollständig sein, weil Ciscos eigene Webseite webex.com weiterhin Sitzungen ohne Warnung starten kann. Würde diese Webseite zum Beispiel eine Schwachstelle für Cross-Site-Scripting (XSS) aufweisen, könnte ein Angreifer nach wie vor einen Code einschleusen. Nach Angaben von Cisco werden regelmäßig Audits und Zertifizierungen von Webex durchgeführt.

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Außerdem, so schreibt der Sicherheitsforscher Filippo Valsorda, sei die durch den Patch eingeführte Warnmeldung nicht verständlich und schütze nicht vor einem bösartigen Angriff. Tatsächlich erscheint nur eine Warnung, die Nutzer auffordert, den Beginn einer Webex-Sitzung zu bestätigen. Als Vorsichtsmaßnahme schlägt Valsorda vor, in Chrome ein eigenes Profil nur für Webex anzulegen und die Erweiterung für den normalen Nutzer zu entfernen.

Nachtrag vom 25. Januar 2017, 10:07 Uhr

Cisco hat uns auf Anfrage folgendes Statement zukommen lassen: "Cisco untersucht gerade alle Aspekte der Schwachstelle in der Cisco WebEx Browser Extension Remote Code-Ausführung. Am 24. Januar 2017 haben wir eine Sicherheitsanweisung herausgegeben, um dieses Problem anzugehen. Wir haben bereits damit begonnen, mehrere Fixes für die betroffenen Versionen zu veröffentlichen und wir werden weiterhin zusätzliche Updates bereitstellen, sobald sie in den kommenden Tagen verfügbar sind." Aktuelle Entwicklungen werden im Security Advisory dokumentiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


TheSaint 24. Jan 2017

wird in dem Artikel von Filippo beschrieben. chrome://extensions/ aufrufen -> Developer...

egal 24. Jan 2017

Ob man diesem (amerikanischen) Unternehmen noch trauen mag, muss jeder für sich selbst...

hg (Golem.de) 24. Jan 2017

Oh, da bin ich wohl Mausgerutscht ;) Danke für den Hinweis, ist gefixt. VG,



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut
"Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell"

Ganz wie der Imperator es wünscht: Der Lego UCS AT-AT ist riesig und imposant - und eines der besten Star-Wars-Modelle aus Klemmbausteinen.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

Lego Star Wars UCS AT-AT aufgebaut: Das ist kein Mond, das ist ein Lego-Modell
Artikel
  1. Kryptowährung im Fall: Bitcoin legt rasante Talfahrt hin
    Kryptowährung im Fall
    Bitcoin legt rasante Talfahrt hin

    Am Samstag setzte sich der Absturz des Bitcoin fort. Ein Bitcoin ist nur noch 34.200 US-Dollar wert. Auch andere Kryptowährungen machen Verluste.

  2. eStream: Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb
    eStream
    Airstream-Wohnwagen mit eigenem Elektroantrieb

    Der Wohnwagen Airstream eStream besitzt einen eigenen Elektroantrieb nebst Akku. Das entlastet das Zugfahrzeug und eröffnet weitere Möglichkeiten.

  3. Andromeda: Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie
    Andromeda
    Dieses Microsoft-Smartphone-Betriebssystem erschien nie

    Erstmals ist ein Blick auf Andromeda möglich - das Smartphone-Betriebssystem, das Microsoft bereits vor einigen Jahren eingestellt hat.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MediaMarkt & Saturn: Heute alle Produkte versandkostenfrei • Corsair Vengeance RGB RT 16-GB-Kit DDR4-4000 114,90€ • Alternate (u.a. DeepCool AS500 Plus 61,89€) • Acer XV282K UHD/144 Hz 724,61€ • MindStar (u.a. be quiet! Pure Power 11 CM 600W 59€) • Sony-TVs heute im Angebot [Werbung]
    •  /