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Cisco im Kern: BSI weiter im Unklaren bei 5G-Sicherheit

Welche Komponenten in 5G-Netzen eigentlich sicherheitsrelevant sind, ist nicht festgelegt. Doch das Gesetz soll in rund zwei Wochen verabschiedet werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Cisco läuft im 5G-Core der Telekom.
Cisco läuft im 5G-Core der Telekom. (Bild: Deutsche Telekom)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) kann noch immer nicht sagen, welche 5G-Netzkomponenten von ihnen sicherheitsüberprüft werden müssen. "Die Frage nach der Zertifizierungspflicht einzelner Netzkomponenten im Telekommunikationsumfeld kann das BSI zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten", sagte eine BSI-Sprecherin am 29. März 2021 zur Anfrage von Golem.de, ob der Einsatz des US-Herstellers Cisco im 5G-Kernnetzwerk der Deutschen Telekom sicherheitsüberprüft wurde. Allerdings bleibt bis zur Klärung nicht mehr viel Zeit: Das Gesetz soll am 15. April 2021 verabschiedet werden.

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Die Zertifizierungspflicht sei abhängig von der "Liste der kritischen Funktionen für öffentliche Telekommunikationsnetze und -dienste mit erhöhtem Gefährdungspotenzial", welche eine Ergänzung zur Anlage 2 des "Katalogs von Sicherheitsanforderungen für das Betreiben von Telekommunikations- und Datenverarbeitungssystemen sowie für die Verarbeitung personenbezogener Daten" nach Paragraf 109 Absatz 4 Telekommunikationsgesetz darstelle. "Diese Liste befindet sich aktuell in der Abstimmung zwischen der Bundesnetzagentur, dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) und dem BSI", sagte die Sprecherin.

Für Komponenten, die gemäß der Liste eine kritische Funktion in einem öffentlichen Telekommunikationsnetz oder -dienst mit erhöhtem Gefährdungspotenzial erbringen, bestehe grundsätzlich eine Zertifizierungspflicht.

Das BSI hatte erklärt, alle 5G-Ausrüster würden sicherheitsüberprüft, egal aus welchem Herkunftsland sie stammten. Das Kernnetz sei unter Sicherheitsgesichtspunkten sensibler. Demnach müsste auch Cisco seine Standardhardware nach BSI-Gesetz zertifizieren lassen, wenn sie im 5G-Core Netz eingesetzt wird. Das Gleiche gilt für die Verlagerung in Amazon-Cloud-Angebote bei anderen Betreibern.

Bisher gibt es im geltenden Recht keine Vertrauenswürdigkeitsprüfung und keine Zertifizierungspflicht. Bisherigen Informationen zufolge wird für die Zulassung von 5G-Ausrüstung die Technik im ersten Schritt durch das BSI geprüft. Nur wenn Bundeskanzleramt, Auswärtiges Amt, Innen- und Wirtschaftsministerium in der zweiten Stufe einvernehmlich Bedenken gegen einen Anbieter vorbringen, könnten sie einem Hersteller trotz Unbedenklichkeitsprüfung durch das BSI die Zustimmung verweigern.

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Eheran 30. Mär 2021 / Themenstart

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