Cisco Cloud Services: Cisco steckt 1 Milliarde US-Dollar in Cloud-Angebot

Cisco Systems will die neue Sparte Cisco Cloud Services gründen und in den Bereich über die nächsten zwei Jahre 1 Milliarde US-Dollar investieren. Das gab der weltgrößte Netzwerkausrüster laut einem Bericht des Wall Street Journals(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Die Investition soll für Rechenzentren ausgegeben werden, erklärte Cisco.
Als Partner für das Cloud-Angebot will Cisco mit dem australischen Telekommunikationskonzern Telstra, dem US-Hardware-Großhändler Ingram Micro und dem indischen IT-Dienstleister Wipro zusammenarbeiten.
Cisco will das Cloud-Angebot offenbar nicht selbst vermarkten, sondern seinen Kunden und Providern als Produkt bereitstellen, das die Unternehmen großen Konzernen anbieten können, ohne selbst ein Risiko mit hohen Investitionen einzugehen, sagte Rob Lloyd, Cisco President Development and Sales.
Im zweiten Geschäftsquartal, das Ende Januar 2014 endete, sank der Umsatz bei Cisco um 8 Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1,4 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen im Februar mitteilte.
Cisco musste vor Steuern 655 Millionen US-Dollar zurückstellen, für die "Beseitigung von Problemen mit Speicherkomponenten in bestimmten Produkten, die in den vorherigen Geschäftsjahren verkauft wurden" , wie der Netzwerkausrüster ausführte.
Cisco stellt Router und Switches her. Schon im Vorquartal war die Nachfrage aus Schwellenländern schwächer geworden. Mit ein Grund dafür waren die Enthüllungen über die Spionage und Überwachung des US-Geheimdienstes NSA. Insbesondere die chinesischen Kunden misstrauten der US-Technik von Cisco. In China hat Cisco mit Huawei und ZTE zudem starke Konkurrenten.



