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Durchdacht, lautlos, kühl genug

Um den Incus A300 zu öffnen, reicht es, die sich näher an den Anschlüssen befindliche Seitenwand durch Entfernen der vier TX20-Torx-Schrauben abzunehmen. Darunter befindet sich eine Halterung für zwei 2,5-Zoll-Sata-HDD/SSDs, die jeweils per mitgeliefertem Kabel an die Hauptplatine angeschlossen werden - die Strippen liefern Daten und Strom. Die Metallplatte ist mit zwei TX20-Schrauben fixiert, sie fungiert mittels Wärmeleitpad als Kühlung für eine M.2-SSD, wenn diese auf der Rückseite des Mainboards montiert ist. Obacht: Das Asrock A300M-STX läuft nur mit NVMe-M.2-Modellen.

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Die Platine ist mit einer mächtigen Backplate verschraubt, erneut hilft ein TX20-Bit. Dann braucht es ein bisschen Fingerspitzengefühl, weil der Prozessor durch die Wärmeleitpaste am Kühler kleben kann - Stichwort Adhäsionskraft - und das Board nur schräg aus dem Gehäuse entnommen werden kann. Toll: Der sehr große Heatspreader bedeckt nicht nur den Chip, sondern auch die Spannungswandler und die zweite NVMe-M.2-SSD vorne auf der Platine, sofern verbaut.

Liegt das Board frei, können wir den den Sockel-AM4-Prozessor wechseln (es sollte eine APU mit integrierter Grafik sein!), den Arbeitsspeicher erweitern oder das M.2-2230-WLAN-Kärtchen tauschen. Vor allem aber ist der Blick frei auf die Kühlkonstruktion: Cirrus7 verzichtet auf Heatpipes, da gerade Sinter-Modelle selten weder absolut glatt noch rund sind, und sie müssen für idealen Wärmetransport eine Mindestlänge aufweisen. Stattdessen verwendet der Hersteller einen großen Block aus Aluminium, in den fünf Kupferstäbe in Passungen eingepresst sind. Das Quintett beginnt einen Millimeter über dem Chip, so dass dessen Hitze an den Stäben entlang transportiert wird.

  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
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  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
  • Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)
Cirrus7 Incus A300 (Bild: Golem.de)

Auf die Stäbe sind mehrere Aluminium-Lamellen gesteckt, die zugunsten von knapp einem Drittel mehr Leistung gelocht sind - die Perforierung unterstützt trotz Oberflächenverlust die Kühlung durch Luftverwirbelungen und eine bessere Strömung. Um die Wärmeleitung von den Stäben zu den Fins zu verbessern und minimale Unebenheiten auszugleichen, wird Paste verwendet und ein sehr hoher Anpressdruck mittels Verschraubung erreicht. Der Abstand der Lamellen wurde so justiert, dass sich keine Isolationsschicht bildet. Cirrus7 zufolge werden alle Bauteile per CNC-Fräse einzeln in Esslingen produziert.

Unser Testmuster des Incus A300 ist mit einem Ryzen 5 3400G (Test) versehen, der Chip hat laut AMD eine thermische Verlustleistung von 65 Watt. Solange wir nur im Internet surfen, E-Mails schreiben und Musik hören, pendelt sich die Temperatur bei 55 Grad Celsius (Tdie) ein. Erst nach einer Stunde im Render-Betrieb mit Blender steigt sie auf 79 Grad und eine weitere Stunde Prime95 mit Small-FFTs treibt die dann auf 86 Grad.

Auch wenn das Gehäuse fast schon unangenehm warm wird (Hand auflegen klappt noch), die Temperatur des Prozessors und auch der Wandler ist unbedenklich. Belasten wir parallel noch die NVMe-SSD, eine 970 Evo Plus, steigt die auf 91 Grad, das Samsung-Drive aber überhitzt nicht. Das gewählte Szenario dürfte im Alltag sowieso praktisch nie vorkommen.

Solch ein ausgeklügeltes Gehäuse hat allerdings seinen Preis.

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 Cirrus7 Incus A300 im Test: Lautloses Ryzen-Genie aus DeutschlandVerfügbarkeit und Fazit 
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SirTux 29. Jan 2020

Also von Asus lasse ich persönlich auch die Finger, das ist der letzte Müll. Und QNAP...

crossshot 29. Jan 2020

Ich nutze schon seit nunmehr fast 7 Jahren einen passiv gekühlten PC als Server bei mir...

nachgefragt 28. Jan 2020

Wenn du wüsstest wie viele Elektrogeräte von mir schon einen Einlauf bekommen haben...

nachgefragt 28. Jan 2020

Raspi 4 kann 4k, aber Plex unterstützt keinerlei Hardwaretranscode auf dem Raspi...

derSid 28. Jan 2020

Hier ist das Alter entscheidend. Am besten mit einem Schulkind testen - meine Kinder...


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