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Cinemagraphen: Adobe friert Bildbereiche eines Videos ein

Cinemagraphen sind eine relativ neue Aufnahmetechnik, die eine Kreuzung aus Video und Foto darstellen. Dabei bewegt sich ein winziges Bilddetail in einer Endlosschleife, während der Großteil des Videos statisch ist. Adobe-Forscher haben den Aufnahmeprozess mit Software perfektioniert.

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Partielle De-Animationstechnik mit wenigen Strichen im Video erstellen
Partielle De-Animationstechnik mit wenigen Strichen im Video erstellen (Bild: Jiamin Bai, Aseem Agarwala, Maneesh Agrawala, Ravi Ramamoorthi)

Ein Cinemagraph wird normalerweise erstellt, indem eine relativ statische Szene gefilmt wird, in der sich nur ein einziges Detail bewegt. Diese Videoclips werden dann in Gif-Animationen überführt. Die Technik wurde von Jamie Beck und Kevin Burg 2011 bekannt gemacht und auch als bewegtes Foto bezeichnet. Die Aufnahmetechnik ist mit herkömmlichen Mitteln jedoch recht aufwendig zu realisieren.

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Adobe-Forscher Aseem Agarwala und seine Kollegen an der Universität Berkeley haben nun eine halbautomatische Software entwickelt, die Teilbereiche eines Videos einfrieren kann. Dazu muss der Anwender nur mit einem Zeichenwerkzeug diejenigen Bildbereiche markieren, die sich weiterhin bewegen dürfen, und solche, die erstarren sollen.

Das Ergebnis ist überraschend gut und eignet sich nicht nur zum Erstellen von Gifs, sondern auch zur nachträglichen Kamerastabilisierung oder dem Ausschalten unerwünschter Bewegungen im Bild, die zum Beispiel bei Außenaufnahmen durch Windstöße entstehen.

Ob Adobe die partielle De-Animationstechnik einmal in ein Softwareprodukt wie Adobe Premiere oder Photoshop integrieren wird, um den Benutzern die Möglichkeit zu geben, Cinemagraphen und eine spezielle Form der Bildstabilisierung zu erreichen, ist nicht bekannt.

Die Forscher wollen die Ergebnisse ihrer Arbeit auf der Siggraph 2012 präsentieren, die vom 5. bis 9. August 2012 in Los Angeles stattfindet. Die wissenschaftliche Veröffentlichung unter dem Titel "Selectively De-Animating Video" steht bereits jetzt als PDF zum Download bereit.

Die iOS-App Cinemagram erzielt einen praktisch identischen Effekt: Der Benutzer legt in seinem selbstgedrehten Video einen dreisekündigen Ausschnitt fest. Auf einem Standbild markiert er alle Bereiche, die im fertigen Film bewegt sein sollen. Das Programm erzeugt danach die animierte Bilddatei.



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s.k.f. 04. Jun 2012

War wohl weg ... hatte es heute Mittag auch nicht gefunden, mittlerweile ist es aber...

amp amp nico 04. Jun 2012

In diesem Fall ist eine Mute-Taste auf dem Keyboard fast so gut wie ein Adblocker.

redbullface 03. Jun 2012

Es wird doch gar nicht als vollständig neue Technologie dargestellt. Das bahnbrechende...

TonyR 02. Jun 2012

Wenn ich mir das erste Beispielvideo ansehe, erinnert mich das aber sehr stark an die...

dabbes 01. Jun 2012

aber gute Arbeit geleistet und schneller geforscht als die Adobe Forscher. Das nächste...


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