CIA-Dokumente: Wie man als Spion durch Flughafenkontrollen kommt

Zwei PDFs, die dem US-Geheimdienst CIA zugeordnet werden, beschreiben die Tricks getarnter Agenten bei Flugreisen. Einiges ist offensichtlich, der Hinweis auf verräterische Apple-Geräte eher nicht. Die Unterlagen sind von Wikileaks veröffentlicht worden.

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Deckblatt eines der CIA-Dokumente
Deckblatt eines der CIA-Dokumente (Bild: Wikileaks/Screenshot: Golem.de)

Als Agent sollte man möglichst unauffällig reisen - die Tipps der CIA für Agenten gehen aber über solch Offensichtliches hinaus. In zwei PDFs hat diese nun Wikileaks veröffentlicht. Zuvor waren die als geheim eingestuften Dokumente unter anderem von der Süddeutschen Zeitung und dem NDR ausgewertet worden. Den Berichten zufolge stammen sie nicht aus dem Fundus von Edward Snowden.

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Das erste PDF trägt übersetzt den Titel "Wie man Zweitüberprüfungen überlebt" und ist auf den September 2011 datiert. Darin beschreibt der US-Auslandsgeheimdienst anhand von vielen Beispielen, wie reisende Agenten unentdeckt bleiben. Der skurrilste Fall: Ein Spion wurde offenbar beinahe enttarnt, weil er mit legerer Kleidung unterwegs war - das passte wohl nicht zu seinem Diplomatenpass.

Kleidung und Gepäck sollten Geheimdienstler laut den Empfehlungen besonders auf die Reise abstimmen. Wer für eine längere Reise nur einen kleinen Koffer dabeihat, fällt ebenso auf wie ein Geschäftsmann, der nur relativ schlampig gepackt hat. Verräterisch kann auch der private iPod sein, den die CIA ausdrücklich erwähnt: Ist er nicht auf den Namen der Tarnidentität registriert, ist er ein deutlicher Hinweis. Ebenso ist eine Speicherkarte für die Kamera, die nur wenige Fotos aufnehmen kann, für einen vermeintlichen Urlaubsreisenden merkwürdig.

Das fällt freilich erst bei einer erweiterten Kontrolle eines Reisenden auf, rund 12 Prozent aller US-Bürger sollen den Unterlagen zufolge beim Einreisen in ein fremdes Land einem solchen "Secondary Screening" unterzogen werden. Damit das gar nicht erst passiert, sollen Agenten jedes Zeichen von Nervosität oder ungewöhnliches Verhalten vermeiden. Die CIA weist darauf hin, dass an manchen Flughäfen unter anderem mit Infrarot-Kameras nicht nur auf Krankheiten gescannt wird - ein stark schwitzender Reisender, der ständig an seiner Kleidung herumfummelt, ist verdächtig.

Immer bei der gleichen Lüge bleiben

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Kräftig lügen und dabei glaubwürdig sein ist für einen Spion Alltagsgeschäft. "Unter allen Umständen" muss er laut der CIA auch bei einer Zweitkontrolle seine Tarnidentität bewahren. Eng wurde es dabei für einen Agenten, der an einem nicht näher bezeichneten europäischen Flughafen aufgehalten wurde. Bei der Überprüfung seines Gepäcks wurden Spuren von Sprengstoff entdeckt. Der CIA-Mitarbeiter trat die Flucht nach vorne an: Er sei bei einem Anti-Terror-Lehrgang in der US-Hauptstadt Washington wohl mit etwas Explosivem in Kontakt gekommen. Obwohl das auch auf einen Spion zutreffen könnte, wurde ihm die Weiterreise gestattet. Dazu musste der Mann aber hartnäckig bei seiner Geschichte bleiben, so dass er seinen zuerst geplanten Flug verpasste.

Ein weiteres Dokument vom Januar 2013 behandelt nur die Einreise in den Schengen-Raum der Europäischen Union. Da dort für US-Bürger kein Visum erforderlich ist, hält die CIA die EU für recht unproblematisch für ihre Aktivitäten. Deutschland wird beispielsweise nicht mit eigenen Beispielen erwähnt, zu Österreich hat der US-Geheimdienst aber einen Tipp im anderen PDF: In der Alpenrepublik wird laut CIA ein Verzeichnis von russischen Spionen geführt, so dass ein Pass dieses Landes wohl keine gute Idee ist.

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Anonymer Nutzer 24. Dez 2014

Ja Ist es nicht, es ist ein Verbrechen und Snowden ein Held, dafür dass er es unter gro...

Myxier 23. Dez 2014

Einfach mal eins und eins zusammen zählen, bevor man flamed ;)

Der Held vom... 23. Dez 2014

Wobei die 007-Reihe auch mit Craig noch immer fern jeder Realität ist. Anders sieht es...

AllDayPiano 23. Dez 2014

Also Golem, normalerweise finde ich eure Artikel ja ziemlich interessant. Aber dieser hat...



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