Chuwi Unibook & Core 3 304 im Test: Macbook Neo macht Intels Wildkatze zum Bettvorleger
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Das Macbook Neo (Test) hat das Einstiegssegment bei Notebooks aufgemischt: Den oft bereits älteren AMD- und Intel-Prozessoren, die im Preissegment bis 700 Euro dominieren, stand plötzlich ein leistungsfähiges ARM-SoC im hochwertig verarbeiteten Gehäuse gegenüber.
Große Hoffnungen auf neue x86-Konkurrenz ruhten auf Intels Prozessoren der Serie Wildcat Lake. Sie bringen Panther-Lake-Kerne und Intels moderne 18A-Fertigung ins günstige Preissegment, Intel sieht sie als Nachfolger der Core Series 1, die noch Raptor-Lake-Kerne nutzte und mit Intel 7 gefertigt wurde.
Ob Wildcat Lake die Erwartungen erfüllen kann, testen wir mit dem Chuwi Unibook. Der Hersteller hat uns das kleinere Modell mit Core 3 304, 8 GByte LPDDR5-RAM und 256 GByte SSD zur Verfügung gestellt. Verbaut ist das kleinste Modell der Core Series 3, so Intels offizieller Name. Im Gegensatz zu den anderen Modellen sind jeweils nur ein P- und Xe3-Core aktiviert. Aber zurück zum Testgerät: Dessen Ausstattung und Gehäuse überraschen uns beim Auspacken positiv.
Beim Gehäuse bestehen Displaydeckel und Unterschale aus eloxiertem Aluminium, innen ist allerdings Kunststoff verbaut. Die Verarbeitungsqualität ist zwar weder mit einem Macbook Neo noch dem ebenfalls sehr hochwertigen Geekbook X14 Pro (Test) zu vergleichen, angesichts der Preisklasse aber wirklich gut. Ebenfalls positiv überrascht hat uns die Anzahl der Anschlüsse.
Enorm verbindungsfreudig
Das Unibook wartet mit mehr als doppelt so vielen USB-Anschlüssen auf wie das Macbook Neo: mit je zwei USB-C- und -A-Buchsen mit Unterstützung für USB 3.2 Gen1 sowie einem USB-2.0-Anschluss.
Daneben sind 1-GBit-Netzwerk und eine HDMI-Buchse integriert, die allerdings lediglich HDMI 1.4b unterstützt und damit bei 4K maximal 30 Bilder pro Sekunde ausgibt. Bis zu 60 Bilder pro Sekunde sind im Displayport-Alt-Mode über die beiden USB-C-Buchsen möglich, es lassen sich zwei externe Bildschirme anschließen.
Die USB-C-Buchsen können zudem beide zum Laden mittels beiliegendem USB-PD-Netzteil mit 65 W genutzt werden. Dazu gibt es eine kombinierte 3,5-mm-Klinkenbuchse für Mikrofon und Kopfhörer sowie einen SD-Kartenleser, in den allerdings nur Mikro-SD-Karten passen.
Ebenfalls überrascht haben uns die umfangreichen Einstellmöglichkeiten im Bios. Hier lässt der Hersteller viel Freiraum, wobei wir allerdings keine Möglichkeit gefunden haben, die Leistungsparameter (Power Level, PL) des Prozessors einzustellen.
Die verbaute Tastatur ist zweistufig hintergrundbeleuchtet, es schreibt sich darauf ähnlich gut wie auf der des Geekbook X14 Pro. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings das Touchpad. Das Scrollen mit zwei Fingern interpretiert es schnell als Zoomen, beim Druck auf eine der Ecken für einen Klick springt teils der Mauszeiger weg.
Wenigstens die SSD kann getauscht werden
Das matte IPS-Display ist mit 14 Zoll größer als beim Macbook Neo und löst nur mit 1.920 x 1.200 Pixeln auf, macht insgesamt aber einen ordentlichen Eindruck. Der Hersteller gibt die maximale Leuchtdichte mit 300 Nits an – ausreichend, aber deutlich weniger als beim Macbook Neo.
Insgesamt ist das Unibook mit 314 x 220 x 21 mm ein wenig größer als das Apple-Gerät, wiegt mit 1,22 kg aber etwa gleich viel. Bei der Erweiterbarkeit sieht es allerdings wenig besser aus als beim Macbook Neo: Der Speicher ist verlötet, zumindest kann die M.2-SSD ausgetauscht werden.
In unserem Testgerät ist eine H750L des chinesischen Herstellers Hoge verbaut, die zwar vier Lanes nutzt, aber lediglich PCIe 3.0 unterstützt. Der Core 3 304 hingegen unterstützt PCIe 4.0 – wobei sich aber der Aufpreis wohl nicht lohnen würde.
Die höhere Leistung einer PCIe-4.0-SSD würde schlicht nicht zum Rest des Systems passen.
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