Chuwi Unibook – Verfügbarkeit und Fazit
Chuwi verkauft das Unibook 304 über den eigenen Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) derzeit für 449 Euro. Dafür gibt es den namensgebenden Intel Core 3 304 mit 8 GByte LPDDR5-6400-RAM und einer 256-GByte-SSD.
Die Homepage des Herstellers listet auch noch das Unibook 315(öffnet im neuen Fenster) mit leistungsfähigerem Core 5 315 sowie 12 GByte RAM, doppelt so großer SSD und besserem Display (100 Prozent sRGB-Abdeckung, 400 Nits). Die sonstigen Daten sind identisch, im Onlineshop ist das Gerät allerdings aktuell nicht zu finden.
Zwar erreicht das Unibook 304 weder die Leistung noch die Verarbeitungsqualität des Macbook Neo, ist dafür aber auch noch einmal günstiger. Sein größter Vorteil – und der anderer Wildcat-Lake-Notebooks – ist, dass Linux und Windows laufen. Das ist beim Macbook Neo aktuell nicht der Fall. Ob das ein relevantes Entscheidungskriterium ist, ist allerdings eine persönliche Frage.
Fazit
Auch wenn der Test vielleicht so klingt, als sei Wildcat Lake eine herbe Enttäuschung: Das Gegenteil ist der Fall. Für das Einstiegssegment bei x86-Prozessoren hat Intel eine sehr attraktive neue Reihe aufgelegt. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass Core und Core Ultra in der Series 3 die gleiche Technik nutzen.
Allerdings hat Apple das Niedrigpreissegment mit dem Macbook Neo extrem aufgewirbelt. Das Gleiche gilt für das Unibook im Speziellen: Ein Notebook, das noch vor einem Jahr als grundsolides Einsteigermodell dagestanden hätte, sieht sich nun einem nur unwesentlich teureren Gerät mit allen Apple-Qualitäten gegenüber.
Auch hat das Chuwi-Notebook seine Schwächen: Wer Bilder bearbeitet, dürfte sich an der niedrigen Farbabdeckung des im Unibook 304 verbauten Displays stören. Inwiefern Bildbearbeitung mit 8 GByte RAM überhaupt ein sinnvoller Anwendungsfall ist, steht allerdings ohnehin auf einem anderen Blatt.
Chuwi kam zudem wieder nicht ohne kleinen Skandal aus, nachdem das Unternehmen bereits Notebooks mit älterer CPU auslieferte als angegeben. Beim Unibook 304 ist zwar die richtige CPU verbaut, dafür stellte Chuwis Marketing zunächst auch bei diesem Modell ein Display mit 100 Prozent sRGB-Abdeckung in Aussicht – was einige Tester irritierte.
Das bringt uns zum Grundproblem: Lediglich 8 GByte RAM sind einfach verdammt wenig. Zum Arbeiten und Filmeschauen genügt das, und damit wohl für viele Interessenten, die sich im Preisbereich bis 500 Euro umschauen. Dafür ist das Unibook 304, wie bereits erwähnt, eine solide Wahl. Ambitioniertere Nutzer kommen aber schnell an die Grenzen des Systems.
Auch wir mussten beim Test umdenken: Benchmarks, die wir sonst einfach laufen ließen, scheiterten plötzlich an fehlendem RAM. So gehört etwa y-cruncher mit 5 Milliarden Stellen zu unserem Standard-Parcours, was aber rund 11 GByte RAM benötigt, Blender ging für die Barbershop-Szene der Speicher aus. Um aber mit etwas Positivem zu schließen: Mit Wildcat Lake ist Intel eine attraktive neue Reihe für das Einstiegssegment gelungen – sofern man sich auf das x86-Segment beschränkt.
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