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Apples Stärke ist der Schwachpunkt von Wildcat Lake

Alle Benchmarks, die einen direkten Vergleich zum Macbook Neo erlauben, lassen den Core 3 304 alt aussehen: Bei Geekbench 6 liegt die Intel-CPU mit 2.394 und 6.353 Punkten (Single- und Multi-Core) über 25 Prozent hinter dem A18 Pro (3.215 und 8.636 Punkte), bei Cinebench 2026 sind es mit 432 und 1.304 Punkten rund 17 Prozent (519 und 1.587 Punkte).

Ein weiterer P-Core wird sicher den Multi-Core-Wert heben – um gleichzuziehen, ist der Abstand aber zu groß. Gleiches gilt für schnelleren Speicher. Chuwi verbaut LPDDR5-6400, Apple hingegen LPDDR5X-7500, was die Intel-CPU ebenfalls unterstützt. Beide binden den Speicher mit 64 Bit an.

Was Core 3 304 und A18 Pro aber wirklich unterscheidet, ist die Leistungsaufnahme. Bereits das PL1 liegt mit 15 W über den 10 W des A18 Pro, das PL2 sogar bei 35 W – was sich in einigen Benchmarks noch als entscheidend erweisen wird. So benötigt der Core 3 304 in der Praxis deutlich mehr Energie: Bei Cinebench 2026 liegt die Leistungsaufnahme des Systems, gemessen am Netzteil, konstant bei 16 bis 17 W im Single-Core-Test und 25 bis 26 W, wenn alle Kerne rechnen. Der Lüfter bleibt dabei aber meist unerwartet ruhig.

Überzeugen kann die Leistungsaufnahme im Leerlauf: Hier messen wir lediglich rund 5 Watt bei aktivem Display.

Größerer Akku ist schneller leer

Durch die hohe Leistungsaufnahme im Betrieb kommen wir aber im Ausdauertest trotz rund 46 Prozent größerem Akku (53,38 Wh) lediglich auf eine Laufzeit von 6 Stunden und 24 Minuten. Dabei messen wir bei mittlerer Bildschirmhelligkeit eine Verteilung von 80 Prozent leichter Last (4K Youtube mit Audio) und 20 Prozent schwerer Last (Cinebench 2026 im Dauerlauf).

Chuwi selbst gibt bis zu 13 Stunden bei Wiedergabe eines 1080p-Videos an, verweist im Kleingedruckten aber darauf, dass dafür der Power Mode Beste Effizienz genutzt werden muss. Der bringt zwar eine spürbar längere Laufzeit – bei Cinebench 2026 sinkt die Leistungsaufnahme um rund ein Drittel -, die aber mit einem etwa ebenso großen Leistungsverlust bezahlt wird.

Spielen? Bitte nichts zu Anspruchsvolles ...

Ziemlich schwach ist die Grafikleistung, da Intel beim Core 3 304 nur einen Xe3-Kern aktiviert: Im 3DMark Time Spy kommt das System auf nur 864, bei Steel Nomad Light auf 589 Punkte. Zum Vergleich: AMDs Ryzen 9 6900HX erreicht bei 25 W TDP bei Time Spy 1.641 Punkte, ebenfalls mit nur 64 Bit breit angebundenem Speicher. Bei Anno 1800 etwa kam diese Konfiguration bei mittleren Grafikdetails gerade einmal auf 24 Bilder pro Sekunde.

Zumindest gegenüber den Prozessoren der Generation Alder Lake N, die Wildcat Lake beerbt, steht der Core 3 304 gut da: Ein von uns getesteter Mini-PC mit N100-CPU kommt auf nur 372 und 246 Punkte (Time Spy und Steel Nomad Light). Die Leistungsaufnahme des Core 3 304 liegt bei beiden Benchmarks zwischen 16 bis 18 W.

Im glmark2 unter Linux sieht das Ergebnis nur unwesentlich besser aus: Der Core 3 304 kommt auf 736, ein N100 auf 577 Punkte. Kommen wir damit zu den Linux-Benchmarks.


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