Chunghwa Telecom: Alcatel-Lucent setzt G.fast noch in diesem Jahr breit ein

Ein Festnetzbetreiber wird noch im vierten Quartal 2015 G.fast für 8,4 Millionen Haushalte anbieten. Ausrüster ist Alcatel-Lucent. Damit sind Datenraten von 1 GBit/s unterhalb einer Entfernung von 100 Metern möglich.

Artikel veröffentlicht am ,
G.fast Residential Gateway von Alcatel-Lucent
G.fast Residential Gateway von Alcatel-Lucent (Bild: Alcatel-Lucent)

Alcatel-Lucent und Chunghwa Telecom aus Taiwan arbeiten an der ersten kommerziellen G.fast-Installation. Das gab der Netzwerkausrüster am 15. September 2015 bekannt. Chunghwa Telecom wird noch im vierten Quartal 2015 G.fast für 8,4 Millionen Haushalte anbieten.

Grenzen von G.fast

Stellenmarkt
  1. Leitung (m/w/d) Softwareentwicklung
    Th. Geyer GmbH & Co. KG, Renningen
  2. C++ Framework Developer (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, Braunschweig
Detailsuche

Thomas Schroeder, Breitbandexperte von Alcatel-Lucent, erklärte im Juli 2013: "Vom Konzept her ist es vergleichbar mit DSL, wobei aber wesentlich höhere Frequenzen für die Übertragung der Daten hergenommen werden. Das heute handelsübliche VDSL2 der Deutschen Telekom nutzt beispielsweise Frequenzen bis 17 MHz, bei G.fast sind Frequenzen bis 212 MHz im Gespräch." Der G.fast-Standard peile Datenraten von 500 MBit/s bis 100 Meter und 1 GBit/s unterhalb der 100-Meter-Marke an. Bei 250 Metern seien es dann immerhin noch 250 MBit/s. Dafür sei es notwendig, mit dem G.fast-Zugangsknoten sehr nahe an den Kunden heranzukommen. "Die Nutzung der Kabelverzweiger, die heute für VDSL verwendet werden, sind dafür - statistisch - zu weit vom Kunden entfernt. Für Fiber-To-The-Building sind die Längen aber ideal."

Das zweite Problem hoher Frequenzen auf ungeschirmten Leitungen ist das Übersprechen. Bei VDSL2 soll Vectoring dafür sorgen, dies zu verhindern. "Bei G.fast tritt dieser Effekt sogar noch stärker auf, und Vectoring ist zwingend notwendig, soll das Leistungspotenzial auch tatsächlich verfügbar machen", erklärte Schroeder. Doch Vectoring bei G.fast sei ungleich anspruchsvoller als bei VDSL2, da wesentlich mehr Träger berechnet werden müssen.

Chunghwa Telecom setzt Alcatel-Lucents GPON- und G.fast-Technik ein.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.07.2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    28.06.-01.07.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Alcatel-Lucent und sein Forschungsbereich Bell Labs waren führend an der Entwicklung von G.fast beteiligt, die Technologie werde bereits in rund 30 Netzwerken weltweit getestet, erklärte das Unternehmen.

Nachtrag vom 15. September 2015, 14:30 Uhr

Alcatel-Lucent teilte Golem.de am 15. September 2015 die aktuellen Datenraten für G.fast mit. Bis zu 150 MBit/s würden bei 250 Metern erreicht, bis zu 500 MBit/s bei 100 Metern und bis zu 1 GBit/s unter 100 Metern. "Dies sind aggregierte Bandbreiten im Up- und Download", sagte eine Sprecherin.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Directus
Schneller zur Backend-API mit dem Headless CMS

Web-, Mobile- oder gar Print-Frontends können sehr verschieden sein. Eine Backend-API mit einem Headless CMS vereinfacht das. Directus zeigt, wie.
Eine Anleitung von Jonathan Schneider

Directus: Schneller zur Backend-API mit dem Headless CMS
Artikel
  1. Heimautomatisierung: iPads bleiben unter iPadOS 16 doch Home Hubs
    Heimautomatisierung
    iPads bleiben unter iPadOS 16 doch Home Hubs

    iPads können auch unter dem kommenden iPadOS 16 als Zentrale für Homekit dienen. Das hat Apple klargestellt, nachdem dies erst verneint wurde.

  2. WIK: Netzausbausteuer für Netflix und Co. schadet den Nutzern
    WIK
    Netzausbausteuer für Netflix und Co. schadet den Nutzern

    Werden Contentanbieter wie Netflix in Europa gezwungen, sich am Netzausbau zu beteiligen, schadet das am Ende den Nutzern. Das ergibt eine Analyse des WIK.

  3. Return to Monkey Island: Gameplay-Trailer zeigt neuen Guybrush Threepwood
    Return to Monkey Island
    Gameplay-Trailer zeigt neuen Guybrush Threepwood

    Das dürfte nicht nur für Begeisterung sorgen: Erstmals ist Gameplay aus dem nächsten Monkey Island zu sehen - und die Hauptfigur.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Evtl. PS5-Drop bei Amazon in Kürze (Prime-Hinweis aufgetaucht) • MindStar (MSI RX 6700 XT 499€, G.Skill DDR4-3600 32GB 165€, AMD Ryzen 9 5900X 375€) • Nur noch heute: NBB Black Week • Top-TVs bis 53% Rabatt • Lenovo 34" UWQHD 144 Hz günstig wie nie: 339,94€ • Top-Gaming-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 1.700€ [Werbung]
    •  /