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Vorerst zwei parallele Versionen des Edge-Browsers

Der Engine-Wechsel auf Chromium soll den Vorgänger vorerst nicht absolut unbrauchbar machen. "Es ist beabsichtigt, dass die kommende Version von Edge die jetzige Version von Edge ersetzen wird", sagt Mann. "Wenn Entwickler eine Applikation mit Edge-HTML erstellen, wird dies weiterhin funktionieren." Es wird also vorerst zwei Versionen des Browsers geben, bis Chromium-Edge einen entsprechenden Marktanteil erlangt hat.

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Microsoft erwartet, dass der neue Edge-Browser wesentlich flotter reagieren wird. "Wir sehen bereits großartige Ergebnisse, etwa von der Seite html5test.com", sagt Mann. Es gebe zwar noch immer einen Abstand zwischen den Browsern, allerdings sei Chromium-Edge mittlerweile wettbewerbsfähiger. Mann gesteht ein: "Wir sehen, dass es noch ein paar Lücken zwischen der momentanen Version von Edge und der Chromium-Version gibt und wir bemühen uns, diese zu schließen." Als Beispiel nennt er das Scrollen von Seiten, das in der neuen Version noch hakelig läuft. Außerdem will Microsoft die Touchfähigkeiten von Chromium verbessern und hat mittlerweile das Microsoft-Touch-Keyboard vollständig funktionsfähig gemacht.

Edge für fast alle Plattformen möglich

Die Chromium-Version von Edge gibt es bereits jetzt als Previewversion für Windows 10, sie soll aber auch für ältere Versionen von Windows kommen - etwa ältere Updates des aktuellen Windows oder Windows 7 und 8.1. Ein Ziel ist es darüber hinaus, Chromium-Edge für MacOS zu bringen, wie es auch bei der älteren Version der Fall ist. Die Open-Source-Engine kann allerdings nicht mit iOS genutzt werden, da Apples mobiles Betriebssystem laut Mann das native WebKit-Framework erzwingt und keine Alternativen zulässt.

Es scheint trotz des Beitrags zum Open-Source-Projekt nicht so zu sein, dass Microsoft sämtliche Funktionen mit der Community teilt. Die tiefe Integration des proprietären Office 365 als Collections ist ein Beispiel: Auf der Build 2019 hat das Unternehmen bereits das Kopieren von Webelementen in Word-Dokumente und Excel-Tabellen direkt im Browser gezeigt. Jatinder Mann sagt dazu: "Mehr Integrationen werden kommen, es ist noch recht früh." Das könnten neben Excel und Word auch beispielsweise Powerpoint oder Onenote sein.

Die Arbeit an Chromium-Edge ist nämlich noch lange nicht fertig, nach der momentanen frühen Preview wird es laut Mann zunächst eine Betaversion geben, die ebenfalls noch einmal eine Testphase durchläuft. Es ist damit zu rechnen, dass Microsoft eine Release-Version des neuen Browsers Ende 2019 parat hat - möglicherweise mit dem Windows-Inhaltspatch im Herbst 2019.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Microsoft an der Entwicklerkonferenz Build 2019 teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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 Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
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wonoscho 26. Mai 2019

485 auf einem iPad Pro von 2018 unter Safari.

snowhite 22. Mai 2019

Also ganz ehrlich, die Aussage, dass Chrome schlechter als Firefox sein soll, kann ich so...

crazypsycho 18. Mai 2019

Sehe ich etwas anders. Windows Phone ist aus ganz anderen Gründen gefloppt. Erstmal kam...

davidflo 17. Mai 2019

Ich löse auf: Es war offensichtlich Sarkasmus

leed 17. Mai 2019

Der Nachteil der früheren Browser war, dass sie sich gegenseitig mit neuen "Features...


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