Chromecast-Alternative: Matchstick-Verzögerung verärgert viele Unterstützer
Statt die Hoffnungen und Erwartungen der Kapitalgeber bei Kickstarter zu erfüllen, nimmt das Matchstick-Team einige gravierende Änderungen an dem Konzept(öffnet im neuen Fenster) der offenen Alternative zu Geräten wie dem Chromecast vor. Dieses Vorgehen jedoch erzürnt einige der Finanzierer, die dem Unternehmen nun etwa Betrug vorwerfen und ihr Geld zurückfordern.
Im Herbst vergangenen Jahres startete Matchstick eine Kickstarter-Kampagne zur Finanzierung der gleichnamigen Hardware. Diese sollte ein drahtloses Streaming von Medien etwa zwischen Smartphone und Fernsehgerät erlauben, dabei aber anders als verfügbare Lösungen fast ausschließlich auf freie Software setzen und zudem noch eine leicht bessere Hardware bieten.
Neue Hard- und Software
Verteilt werden sollte der HDMI-Stick im Februar 2015, doch statt diesen Zeitplan einzuhalten, wird das Gerät nun frühestens im August dieses Jahres verschickt. Die kommenden sechs Monate sollen genutzt werden, um die Hardware weiter zu verbessern. Statt eines Dual-Core- soll ein Quad-Core-Chip eingesetzt werden. Auch die WLAN-Antennen sollen verbessert werden.
Darüber hinaus soll die Software angepasst werden, indem das eingesetzte Firefox OS DRM-Möglichkeiten bekommt. Neben Webtechniken wie den Media Source Extensions (MSE) und den Encrypted Media Extensions (EME) plant Matchstick aber auch, Microsofts Play-Ready-Technologie(öffnet im neuen Fenster) zu verwenden. Außerdem würden Gespräche mit verschiedenen Dienste-Anbietern geführt, wobei die Umsetzung von DRM sehr wichtig sei.
Falsche Versprechungen?
Von diesen Ankündigungen zeigen sich viele der Finanzierer aber enttäuscht. In den Kommentaren heißt es etwa, das Versprechen, eine offene Alternative zu erhältlichen Geräte anzubieten, werde gebrochen. Schließlich sei eine Unterstützung von DRM eben explizit durch die Nutzer nicht gewünscht gewesen.
Die Verbesserungen an der CPU werden ebenso als neue Hardware-Generation angesehen. Offenbar gingen die Unterstützer davon aus, dass zum Zeitpunkt der Ankündigung die Entwicklung der Hardware weitestgehend abgeschlossen gewesen sei. Einige der Kommentare zu der Projekt-Verzögerung zeigen aber auch Verständnis für das Vorgehen. Immerhin sei das Endprodukt dann besser als erwartet.
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