Kaum Abstriche bei Chrome OS Flex

Als Schreib- und Web-Surf-Maschine ist das alte Macbook erwartungsgemäß fantastisch. Die Tastatur ist noch immer gut, wenngleich wir beim Touchpad Abstriche machen müssen. Das Scrollen mit zwei Fingern klappt, doch im Gegensatz zu MacOS rollt der Bildschirminhalt nicht weiter, wenn wir aufhören zu streichen.

Stellenmarkt
  1. SAP Software Tester / Testautomatisierer (m/w/d)
    imbus AG, verschiedene Standorte
  2. Teamleiter SAP Sales & Service (m/w/x) - SAP SD/CS Teamleitung
    über duerenhoff GmbH, Raum Köln
Detailsuche

Pinch-to-Zoom geht, der Rechtsklick mit zwei Fingern ebenfalls, doch die aufwändigeren Gesten sind nicht hinterlegt. Unser größter Kritikpunkt ist die nicht funktionierende Webcam, weswegen wir Konferenzen lediglich per internem Mikrofon beiwohnen können.

Kein Problem, denn natürlich lässt sich allerlei zusätzliche Hardware anschließen. Maus, Tastatur, Monitor, USB-Sticks und Kartenleser, Smartphone, Drucker, Kamera, Xbox-Controller und sogar eine externe Soundkarte laufen klaglos. Letztere ist ohne entsprechende Software natürlich etwas überdimensioniert für Videokonferenzen, daher beschließen wir, das System mit Linux zu erweitern, um sie für Tonaufnahmen mit Audacity zu verwenden.

Der Linux-Modus wird in den Entwicklereinstellungen aktiviert und lädt zunächst einiges an Daten nach. Einen Neustart später haben wir dann ein Terminal zur Verfügung, über das wir großzügig Linux-Programme auf der fast leeren SSD verteilen. Hier stoßen wir an die ersten wirklichen Grenzen.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    24./25.08.2022, virtuell
  2. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    22.-26.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Datenübertragung mit Filezilla und Tonbearbeitung mit Audacity sowie die Libreoffice-Suite sind ziemlich stabil nutzbar, aber weder Grafikprogramme noch Spiele können zuverlässig gestartet werden. Was uns auffällt: Der Lüfter, der in Chrome OS Flex gar nicht erst startet, dreht unter Linux deutlich hörbar auf. Den Ruhemodus oder ein Zuklappen des Rechners überleben die Linux-Programme nicht, sie bleiben als Zombies in der Taskleiste und verweigern sich jeglicher Eingabe. So müssen wir sie per Rechtsklick endgültig schließen.

Ein anderer Bug tritt auch ohne Linux auf: Sobald wir den Bildschirmhintergrund mit einem Rechtsklick in die freie Fläche ändern wollen, quittiert Chrome OS Flex das mit einem Absturz zum Standard-Desktop und dem Schließen aller Programme. Dazu klicken wir auf den Desktophintergrund, wählen "Hintergrund ändern", suchen uns im erscheinenden Auswahlfenster ein Bild aus und bestätigen - Crash. Wenn wir im Dateibrowser hingegen auf das gewünschte Bild rechts klicken, können wir es problemlos als Hintergrund festlegen.

Für einfache Fotomontagen behelfen wir uns mit dem Onlinetool Photopea, das einen erstaunlichen Funktionsumfang besitzt und auf unserem schwachbrüstigen System sehr flüssig läuft. Dabei sei hinzugefügt, dass wir natürlich keine druckfähigen Auflösungen nutzen und mit wenigen Ebenen auskommen. Trotzdem rettet uns das Programm mehr als einmal, wenn wir unterwegs eine Anfrage aus der Redaktion zur Erstellung oder Änderung eines Bildes bekommen.

  • Es ist nicht sonderlich schnell, aber es geht: Tonbearbeitung mit Audacity im Linux-Modus. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Bildbearbeitung funktioniert im Browser in Photopea. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Audiotool.com ermöglicht die Erstellung von Musikstücken. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Nicht alle Linux-Programme laufen ... (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • ...und wenn doch, stürzen sie spätestens nach dem Ruhemodus ab. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
  • Per Remote-Desktop kann natürlich auch aus der Ferne auf den PC zugegriffen werden. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)
  • Diese Bildstörungen in der Youtube-App sind eines der wenigen Zeichen für den Entwicklungsstatus von Chrome OS Flex. (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)
Nicht alle Linux-Programme laufen ... (Screenshot: Martin Wolf / Golem.de)

Stichwort unterwegs: Auch hier glänzt unser Macbook Chrome. Wir lernen vor allem, die unkomplizierte Verbindung zu unserem Android-Smartphone zu lieben. Ohne das Telefon aus der Tasche nehmen zu müssen, kann ein WLAN-Hotspot aktiviert werden, sobald wir das Notebook aufklappen. Ein Klick, Internet! Entsperren lässt sich das Notebook ebenfalls über unser Telefon. Die Dateiübertragung mit Nearby-Share überzeugt uns hingegen nicht, denn größere Datenmengen lassen sich nicht ohne Unterbrechungen kopieren.

Aus der Ferne können wir dank Remote-Desktop auf unseren Schnittrechner zugreifen, was mit entsprechend hoher Bandbreite sogar rudimentären Videoschnitt ermöglicht. Das nutzen wir aber nur, um eine Kleinigkeit an einem bereits existierenden Projekt zu ändern.

Auch wenn es theoretisch möglich ist, von extern auf dem Hauptrechner zu arbeiten, macht das keinen Spaß. Denn die Auflösung unseres Bildschirms ist mit 1.366 x 768 Pixeln zu niedrig. Dafür hält der Akku recht lange: Drei Stunden leichte Arbeit oder Filme schauen sind bei voller Displayhelligkeit drin.

Ein Ersatzakku kostet rund 150 Euro, für diese Summe bekommt man jedoch von privat locker ein "neues" Gebrauchtgerät auf den üblichen Plattformen. Ein Akkutausch ist glücklicherweise nicht kompliziert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Chrome OS Flex: Das Apple ChromebookGaming geht nicht 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


<break> 04. Aug 2022 / Themenstart

FP4 eventuell ja. Google naja, schwierig. Sicherlich ist die Community groß und man wird...

amagol 13. Jul 2022 / Themenstart

Trifft das nicht auf jeden Nutzer zu? Natuerlich gibt es Schmerzen bei der Umstellung...

amagol 12. Jul 2022 / Themenstart

Mein Pixelbook ist mein staendiger Begleiter im Buero. Leicht. Kein Luefter. Macht alles...

x2k 11. Jul 2022 / Themenstart

Aber es war doch soooo billig! Wie kann denn das schrott sein. Ich kann grad echt...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elon Musk und Manchester United
Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche

Wenn Musk twittert, zittern die Anleger und nun auch Fußball-Fans. Wie sich der Milliardär endgültig ins Abseits bewegt und wie die Öffentlichkeit damit umgehen sollte.
Ein IMHO von Lennart Mühlenmeier

Elon Musk und Manchester United: Der Meme-Lord braucht die Blutgrätsche
Artikel
  1. Anti-Scalper: Amazon verkauft Playstation 5 nur noch mit Einladung
    Anti-Scalper
    Amazon verkauft Playstation 5 nur noch mit Einladung

    Prime ist nicht mehr nötig, aber dafür eine Einladung: Wegen anhaltender Lieferengpässe hat Amazon den Bestellvorgang bei der PS5 geändert.

  2. EDV-Weiterbildung für (Quer-) Einsteiger
     
    EDV-Weiterbildung für (Quer-) Einsteiger

    Wer seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt (weiter) verbessern möchte, für den sind bessere EDV-Kenntnisse unverzichtbar. Wir stellen drei aktuelle Kurse vor, die dabei helfen.
    Sponsored Post von Golem Karrierewelt

  3. Post-Quanten-Kryptografie: Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer
    Post-Quanten-Kryptografie
    Die neuen Kryptoalgorithmen gegen Quantencomputer

    Die US-Behörde NIST standardisiert neue Public-Key-Algorithmen - um vor zukünftigen Quantencomputern sicher zu sein.
    Eine Analyse von Hanno Böck

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar bei Amazon & Co. • MSI Geburtstags-Rabatte • Neuer Saturn-Flyer • Game of Thrones reduziert • MindStar (MSI RTX 3070 599€) • Günstig wie nie: MSI 32" WHD 175 Hz 549€, Zotac RTX 3080 12GB 829€, Samsung SSD 1TB/2TB (PS5) 111€/199,99€ • Bester 2.000€-Gaming-PC[Werbung]
    •  /