Abo
  • Services:

Chrome OS Crostini angesehen: Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot

Mit Crostini bringt Google nun auch eine echte Linux-Umgebung auf Chromebooks, die dafür eigentlich nie vorgesehen waren. Google kann dafür auf ein echtes Linux-System und sehr viel Erfahrung zurückgreifen. Der Nutzung als Entwicklerkiste steht damit fast nichts mehr im Weg.

Artikel von veröffentlicht am
Crostini sind nicht nur leckere Häppchen, sondern auch ein sehr gut durchdachtes Linux-System für Chrome OS.
Crostini sind nicht nur leckere Häppchen, sondern auch ein sehr gut durchdachtes Linux-System für Chrome OS. (Bild: Mat Hayward/Getty Images for Barneys New York)

Seit mittlerweile fast drei Jahren versucht Microsoft mit dem Windows Subsystem für Linux (WSL im Test), Entwickler auf seiner Plattform zu halten oder gar von OS X und Linux zurückzugewinnen. Einen ähnlichen Weg geht Google seit rund einem Jahr auch mit seinem Chrome OS, das eigentlich nie für die Entwicklung vorgesehen war, sondern vielmehr für leichte Office-Arbeiten oder zum schlichten Konsum. Die Linux-App-Unterstützung in Chrome OS mit dem Codename Crostini zeigt, dass Chrome OS tatsächlich Potenzial für viel breitere Einsatzzwecke hat, als es bisher ermöglichen konnte. Noch fehlen dazu aber einige Details.

Inhalt:
  1. Chrome OS Crostini angesehen: Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot
  2. Das Linux im Linux
  3. Unix auf Steroiden
  4. Crostini ist zu Höherem berufen
  5. Verfügbarkeit und Fazit

Der Name Crostini ist nicht viel mehr als eine witzig gemeinte Anspielung auf das Crouton-Projekt. Mit Hilfe von Letzterem ist es seit einigen Jahren ebenfalls möglich, Linux-Distributionen und deren Pakete unter Chrome OS zu verwenden, allerdings nur im sogenannten Entwicklungsmodus. Bei diesem stehen unter anderem die Sicherheitsfunktionen von Chrome OS nicht zur Verfügung. Crostini soll Chrome-OS-Nutzern eine ähnliche Umgebung bereitstellen wie Crouton, dabei aber offiziell in den stabilen Codezweig von Chrome OS integriert sein.

Echtes Linux fast im Handumdrehen

Durch Crostini bekommen die Chromebook-Nutzer Zugriff auf eine Vielzahl von Desktop-Anwendungen, die ebenso wie die Android-Unterstützung die gesamte Softwareauswahl sprunghaft vergrößern. Darüber hinaus ist die Linux-Unterstützung auch aus technischer Sicht für Google wohl vergleichsweise einfach umzusetzen.

  • Die Installation von Crostini ist einfach... (Screenshot:Golem.de)
  • ... und schnell umgesetzt.(Screenshot:Golem.de)
  • Danach landen wir in dem Penguin-Container...(Screenshot:Golem.de)
  • ... in dem Debian läuft.(Screenshot:Golem.de)
Die Installation von Crostini ist einfach... (Screenshot:Golem.de)

Während für das WSL noch Verrenkungen nötig waren, kann Google für Crostini einfach den Linux-Unterbau von Chrome OS wiederverwenden. Ebenso hat die Android-Integration schon einige Vorarbeiten übernommen. Letztlich fasst das Team für Crostini viele moderne und für Linux typische Techniken zu einem sehr gut durchdachten Gesamtpaket zusammen, das den Entwicklern, die das System nutzen sollen, überraschend viele Möglichkeiten bietet.

Eine Umgebung für Entwickler

Stellenmarkt
  1. ip-fabric GmbH, München
  2. alanta health group GmbH, Hamburg

In unserem Test des Chromebook Spin 13 von Acer sind wir nur kurz auf die Linux-Unterstützung eingegangen und das auch nur aus Sicht einfacher Nutzer, die schnell eine typische Desktop-Anwendung installieren und verwenden wollen. Aus Sicht eines Windows-Nutzers war das aber nicht besonders erfolgreich und gelungen umgesetzt.

Crostini ist jedoch vor allem für Entwickler gedacht und gefällt dem Linux-Redakteur und -Nutzer aus dieser Perspektive schon ganz gut, auch wenn einige wichtige Funktionen noch fehlen. Wer auf der Kommandozeile zu Hause ist, wird sich in Crostini schnell zurechtfinden und, wie wir auch, wohl direkt die Arbeit damit beginnen können. Die neuen, bereits angekündigten Funktionen wollen wir außerdem möglichst schnell als Update haben.

Das Linux im Linux 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 199€ + Versand
  2. 99,99€ (versandkostenfrei)
  3. 18,99€

Unix_Linux 15. Mär 2019 / Themenstart

hahaha

superdachs 07. Mär 2019 / Themenstart

Wenn das einfach nur ein datenträgerabbild ist nenn die Datei doch einfach um...

superdachs 07. Mär 2019 / Themenstart

"App Stores" unter Linux sind im Prinzip ein ganz alter Hut. (Siehe unten) Einen...

narfomat 05. Mär 2019 / Themenstart

was nicht viel heisst... ^^

mcnesium 05. Mär 2019 / Themenstart

Du sagst es. Darum habe ich mich auch kein Stück über Google beschwert, sondern über den...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Anthem - Fazit

Wir ziehen unser Fazit zu Anthem und erklären, was an Biowares Actionrollenspiel gelungen und weniger überzeugend ist.

Anthem - Fazit Video aufrufen
Programmierer: Wenn der Urheber gegen das Urheberrecht verliert
Programmierer
Wenn der Urheber gegen das Urheberrecht verliert

Der nun offiziell beendete GPL-Streit zwischen Linux-Entwickler Christoph Hellwig und VMware zeigt eklatant, wie schwer sich moderne Software-Entwicklung im aktuellen Urheberrecht abbilden lässt. Immerhin wird klarer, wie derartige Klagen künftig gestaltet werden müssen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Urheberrecht Frag den Staat darf Glyphosat-Gutachten nicht publizieren
  2. Vor der Abstimmung Mehr als 100.000 Menschen demonstrieren gegen Uploadfilter
  3. Uploadfilter SPD setzt auf Streichung von Artikel 13

ANC-Kopfhörer im Test: Mit Ach und Krach
ANC-Kopfhörer im Test
Mit Ach und Krach

Der neue ANC-Kopfhörer von Audio Technica ist in einem Bereich sogar besser als unsere derzeitigen Favoriten von Sony und Bose - ausgerechnet in der entscheidenden Disziplin schwächelt er aber.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Surface Headphones Microsofts erster ANC-Bluetooth-Kopfhörer kostet 380 Euro
  2. Sonys WH-1000XM3 Oberklasse-ANC-Kopfhörer hat Kälteprobleme
  3. Sony-Kopfhörer WH-1000XM3 im Test Eine Oase der Stille oder des puren Musikgenusses

Leistungsschutzrecht: Das Lügen geht weiter
Leistungsschutzrecht
Das Lügen geht weiter

Selbst nach der Abstimmung über die EU-Urheberrechtsreform gehen die "Lügen für das Leistungsschutzrecht" weiter. Auf dieser Basis darf die Regierung nicht final den Plänen zum Leistungsschutzrecht zustimmen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrechtsreform Was das Internet nicht vergessen sollte
  2. Urheberrecht Uploadfilter und Leistungsschutzrecht endgültig beschlossen
  3. Urheberrecht Merkel bekräftigt Zustimmung zu Uploadfiltern

    •  /