Unix auf Steroiden

Schon bei der ersten öffentlichen Bekanntmachung des Systems durch die Freigabe von Code hat uns der Aufbau an Ideen wie Systemd-Nspawn erinnert, mit dem sich auf üblichen Linux-Distributionen schnell und leicht andere Linux-Systeme starten lassen. Die Systemd-Entwickler bezeichnen dies als "Chroot auf Steroiden".

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In diesem Sinne ist die Crostini-Architektur ein Unix auf Steroiden. Immerhin hat das Team gemäß der Unix-Philosophie, Programme so zu schreiben, dass sie "nur eine Aufgabe erledigen und diese gut machen", verschieden Daemons umgesetzt, die diesem Anspruch folgen. Der Hypervisor Crosvm ist darüber hinaus auch nur dazu gedacht, einen Linux-Gast auf einem Linux-Host möglichst schnell und sicher zu starten.

Die Programme arbeiten zwar nicht mehr wie vor fast 40 Jahren angedacht über Textdateien miteinander, dafür aber über eine Interprozesskommunikation per RPC sowie über die simplen VirtIO-Schnittstellen, die der Kernel bereitstellt. Mit der Nutzung von 9P für die Dateisystemkommunikation nutzt Crostini letztlich gar direkt Ideen aus dem ideellen Unix-Nachfolger Plan 9. Auch die Nutzung von Containern und den Jails als Prozess-Sandboxes sind typische Unix-Konzepte, die teils seit Jahrzehnten genutzt werden.

Auch Google nutzt Teile dieser Technik wie die Container oder Wayland bereits seit einigen Jahren für seine Android-Integration. Wenig überraschend ist der für die Android-Integration zuständige Entwickler Dylan Reid nun auch führend an der Linux-App-Unterstützung beteiligt.

Eigene Container zum Basteln

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Zusätzlich zu diesem für Unix-Liebhaber sehr interessanten Aufbau gibt Google Entwicklern aber noch mehr als nur die hauseigenen Werkzeuge in die Hand. Zwar lässt sich mit dem Debian-Container namens Penguin schon einiges anstellen, wirklich spannend wird aber erst die Nutzung eigener Container, was Dank LXD problemlos möglich ist.

Dank des Aufbaus mit der Termina-VM, die die Hardware zusätzlich von den Containern isoliert, ist es für die Sicherheit von Chrome OS nicht von Nachteil, weiter Container zuzulassen. Die Nutzer verlieren dabei zwar die besonders enge Integration in das Hostsystem, das ist im Zweifel aber vielleicht nicht allzu wichtig.

So können über die Kommandozeilenwerkzeuge von LXD einfach weiter Container mit anderen Distributionen wie Alpine oder Ubuntu installiert werden. Dort lassen sich dann jeweils eigene Anwendungen, Server und Datenbanken starten. Die Portweiterleitung ist hier zudem weitgehend aktiviert, so dass sich auch Entwicklungen mit einem komplexeren Aufbau und mehreren Bestandteilen gut testen und erstellen lassen.

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 Das Linux im LinuxCrostini ist zu Höherem berufen 
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Unix_Linux 15. Mär 2019

hahaha

superdachs 07. Mär 2019

Wenn das einfach nur ein datenträgerabbild ist nenn die Datei doch einfach um...

superdachs 07. Mär 2019

"App Stores" unter Linux sind im Prinzip ein ganz alter Hut. (Siehe unten) Einen...

narfomat 05. Mär 2019

was nicht viel heisst... ^^



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