Chrome: Google will Browsererweiterungen sicherer machen

Google schränkt die Möglichkeiten für Entwickler von Chrome-Erweiterungen ein, um Nutzern mehr Sicherheit zu verschaffen. CSP wird standardmäßig aktiviert.

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Schrittweise Migration auf neue Richtlinien für Erweiterungen
Schrittweise Migration auf neue Richtlinien für Erweiterungen (Bild: Google)

Mit der Aktivierung von Content-Security-Policy (CSP) schränkt Google die Möglichkeiten für Webentwickler ein. Bislang war die Nutzung von CSP optional. Durch die Umstellung sind Erweiterungen mit dem bisherigen Erweiterungssystem nicht mehr kompatibel.

Für Chrome-Erweiterungen gilt die CSP-Regel "script-src 'self'; object-src 'self'". Das bedeutet, Erweiterungen dürfen keine Inline-Scripts mehr verwenden, sie müssen diese aus einer Javascript-Datei laden, die mit der Erweiterung geliefert wird. Ähnliches gilt für SWF-Dateien und Daten anderer Plugins, hier können aber auch Dateien von HTTPS-Servern geladen werden, die auf einer Whitelist stehen. Zudem kann die Funktion eval() nicht länger verwendet werden. Wer JSON parsen will, soll dazu JSON.parse verwenden, rät Google.

Google geht davon aus, dass durch diese Änderungen rund 96 Prozent der bekannten Sicherheitslücken in Erweiterungen geschlossen werden. Die am häufigsten von Entwicklern gemachten, sicherheitsrelevanten Fehler werden also ausgeschlossen.

Google will die neuen, zum bestehenden Erweiterungssystem inkompatiblen Erweiterungen schrittweise einführen. Nutzer können weiterhin alle Erweiterungen installieren, so dass Nutzer keine Funktionen verlieren.

Entwickler können selbst entscheiden, wann sie auf das neue, mit Chrome 18 eingeführte Manifest umsteigen wollen. Denn ab diesem Zeitpunkt wendet Chrome CSP an. Es muss also niemand sofort umsteigen. Google macht aber deutlich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die alten Erweiterungen abgeschaltet werden. So werden ab einem nicht genannten Zeitpunkt neue Erweiterungen nur noch auf Basis des neuen Manifests akzeptiert.

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