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Chrome: Google macht Zugeständnisse

Google geht auf die massive Kritik an Chrome 69 ein: Einige Änderungen sollen mit dem nächsten Release rückgängig gemacht oder abgemildert werden. Das www. wird dennoch aus der URL-Leiste verbannt.

Artikel veröffentlicht am , Moritz Tremmel
Google reagiert auf Nutzerwünsche, zumindest ein bisschen.
Google reagiert auf Nutzerwünsche, zumindest ein bisschen. (Bild: Stephen Shankland/CC-BY-SA 2.0)

Die letzten Wochen waren nicht leicht für Chromes Geburtstagsrelease. Die Nutzerschaft reagierte mit heftiger Kritik auf - zum Teil nicht kommunizierte - Änderungen. Mit der nächsten Version des Browsers sollen mehrere Funktionen rückgängig gemacht oder abgeschwächt werden. Das www. soll allerdings weiterhin aus der URL-Leiste verbannt bleiben.

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In einem Blogpost erklärte Chrome-Produktmanager Zach Koch, dass Google mit dem nächsten Release Änderungen besser kommunizieren und mehr Kontrolle über die Funktionen bieten wolle. Wollen Chrome-Nutzer alle Browserdaten oder alle Cookies löschen, soll dies beim im Oktober erscheinenden Chrome auch wieder die Google-Cookies umfassen. Diese werden bei eingeloggten Google-Nutzern in Chrome 69 nicht entfernt.

Damit zusammen hängt das automatische Chrome-Login von angemeldeten Google-Nutzern. Die Funktion soll ab der kommenden Version in die Einstellungen aufgenommen werden. Gefragt werden Anwender auch zukünftig nicht, ob sie ihren Google-Account mit ihrem Browser verbinden möchten.

In Chrome angemeldeten Nutzern soll künftig klarer angezeigt werden, ob ihre Daten synchronisiert werden. Aus dem blau unterlegten Menüpunkt geht im aktuellen Chrome 69 nicht klar hervor, ob der Synchronisationsdienst aktiviert wurde und Daten an Google übertragen werden. Ein Klick auf diesen Menüpunkt führt jedoch dazu, dass alle Daten mit Google geteilt werden. Die Daten werden unverschlüsselt auf Google-Servern gespeichert und ausgewertet. Diese an sich schon sehr persönlichen Informationen, die unter anderem Passwörter, den Browserverlauf, Cookies und Offline-Webseitendaten enthalten, lassen oft Rückschlüsse auf sehr Privates wie etwa die Religionszugehörigkeit, sexuelle Vorlieben oder politische Meinungen zu.

www.-Subdomains sollen trotz Kritik nicht mehr eingeblendet werden

Trotz heftiger Kritik möchte Google die Subdomain www. in der URL-Leiste in Chrome 70 wieder ausblenden. Die www.- und m.-Subdomains waren bereits in Version 69 nicht mehr angezeigt worden, nach einem Aufschrei in der Chrome-Nutzerschaft wurde die Funktion kurzerhand zurückgenommen. Die m.-Subdomains sollen vorerst erhalten bleiben, www. soll trotz aller Kritik in Chrome 70 nicht mehr angezeigt werden.

Die Entscheidung wird in einem Bugreport massiv kritisiert. Ein Beispiel verweist auf die beiden völlig unterschiedlichen URLs http://www.pool.ntp.org und http://pool.ntp.org. Erstere führt auf die Projektwebseite des Zusammenschlusses von NTP-Servern, zweitere auf einen beliebigen NTP-Server des Projekts in der Nähe des Nutzers. Selbst wenn vor dem www.-Teil noch eine weiterer Domainteil steht, wird er aus der Domain entfernt. Der Sinn dahinter bleibt fragwürdig.



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Hanmac 30. Sep 2018

@Korashen : Der unterschied ist wo du zuerst warst, der schaut in der History nach und...

Ratcreamsoup 28. Sep 2018

https://www.yes-www.org/why-use-www/ Das CNAME-Problem und schlicht die unmittelbare...

torrbox 28. Sep 2018

Das hat leider by default die Kindersicherung an. DuckDuckGo auch, aber da kann man sie...

yoyoyo 27. Sep 2018

Aber eben auch aus Nutzersicht wie OP schon schrieb. Nicht sehr stark technikaffine...

nf1n1ty 27. Sep 2018

Ich frage mich wirklich, ob man mit solchen Änderungen das Internet wirklich zugänglicher...


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