Abo
  • Services:
Anzeige
Google Chrome führt neue Datenauswertung ein.
Google Chrome führt neue Datenauswertung ein. (Bild: Wikimedia Commons/Umut159/altered/CC-BY-SA 3.0)

Chrome Browser: Google wertet gesamte Browserhistorie für Werbung aus

Google Chrome führt neue Datenauswertung ein.
Google Chrome führt neue Datenauswertung ein. (Bild: Wikimedia Commons/Umut159/altered/CC-BY-SA 3.0)

Religion, sexuelle Vorlieben, politische Haltung: Der Browserverlauf sagt viel über den Nutzer. Google will ihn jetzt komplett für Werbezwecke auswerten - und hat schon mal die Datenschutzrichtlinien geändert.

Nutzer von Google Chrome werden derzeit darüber informiert, dass ihr Surfverhalten in Zukunft auch zur Anzeige personalisierter Werbung verwendet werden kann. Darauf haben Nutzer auf Twitter hingewiesen. Mit einer Änderung an den Datenschutzrichtlinien des Browsers erlaubt sich Google damit, den sogenannten "Chrome-Verlauf", also alle Aktivitäten und besuchten Webseiten unter Chrome, zu analysieren und für Werbezwecke zu verwenden.

Anzeige
  • Googles Einstellungsdialog für die erweiterte Datenverwendung (Quelle: Google)
  • Googles Einstellungsdialog für die erweiterte Datenverwendung (Quelle: Google)
Googles Einstellungsdialog für die erweiterte Datenverwendung (Quelle: Google)

Der Chrome-Verlauf enthält neben der gesamten Browserhistorie laut Google auch eine Liste aller Downloads, Cookies, Plugins und Offlinedaten von Webseiten, gespeicherte Passwörter und individuelle Eingaben in Formularfelder. Solche Daten lassen oft Rückschlüsse auf sehr Persönliches wie etwa die Religionszugehörigkeit, sexuelle Vorlieben oder politische Meinungen zu.

Zusammenführung von Anwendungs- und Werbedaten

Die entsprechende Änderung der Datenschutzrichtlinien in Chrome wurde bereits am 21. Juni 2016 vorgenommen, aber erst jetzt berichten Nutzer von entsprechenden Hinweisen in Chrome. Die neue Datenauswertung ist laut Google als Opt-in gestaltet, das heißt, Nutzer können der neuen Datenverwendung widersprechen. Ein Widerspruch ist unter anderem über die Werbeeinstellungen des Google-Kontos möglich. Laut Datenschutzrichtlinien gelten die neuen Regeln aber nur für solche Nutzer, die ihre Browserhistorie mit einem Google-Konto synchronisieren.

Im Internet hat die Ausweitung der Datennutzung zu Werbezwecken in Chrome neben Verärgerung auch Spott hervorgerufen, gefolgt von Aufrufen, den Browser zu wechseln.

Nachtrag vom 18. Juli 2016, 14:06 Uhr

Ein Google-Sprecher hat inzwischen unterstrichen, dass die neue Datenauswertung ausschließlich auf Opt-in-Basis freigeschaltet werde. Nutzer, die dem nicht zustimmen, sind laut Google von den Änderungen nicht betroffen. Wir hatten zuvor berichtet, Nutzer beklagten sich über ein Opt-out-Regime. Der obige Text wurde entsprechend aktualisiert.


eye home zur Startseite
Neuro-Chef 17. Okt 2016

Und wenn schon: Die Trefferquote ist ausreichend hoch und Kollateralschäden sind akzeptabel.

Truster 20. Jul 2016

chromium-nosync von der woolyss Seite :-)

Truster 20. Jul 2016

einmal / tag - da kommt schon im Jahr 21 Minuten zusammen, wenn man Effektiv mit 260 Tage...

Baron Münchhausen. 20. Jul 2016

Ich hatte auch firefox benutzt auch als chrome raus kam. Die haben mit bugs, crashes und...

Nikolai 20. Jul 2016

Klar - nur wenn man "Golem pur" per Opt-In abboniert. Aber was interessieren schon solch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, Sankt Augustin
  2. Controlware GmbH, Dietzenbach bei Frankfurt am Main
  3. Lidl Digital, Berlin, Leingarten
  4. Landratsamt Erding, Erding bei München


Anzeige
Top-Angebote
  1. 3,74€
  2. 30,99€
  3. 429,00€ bei Alternate.de

Folgen Sie uns
       


  1. PM1643

    Samsung liefert SSD mit 31 TByte aus

  2. Spielebranche

    Innogames wächst weiter stark mit Free-to-Play

  3. HP Omen X VR im Test

    VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken

  4. Google

    Deep-Learning-System analysiert Augenscans nach Krankheiten

  5. Smartphone-Tastatur

    Nuance stellt Swype ein

  6. Homebrew

    Bastler veröffentlichen alternativen Launcher für Switch

  7. Telekom

    15 Millionen Haushalte sollen 2018 Super Vectoring erhalten

  8. Windows Phone 7.5 und 8.0

    Microsoft schaltet Smartphone-Funktionen ab

  9. Raja Koduri

    Intel zeigt Prototyp von dediziertem Grafikchip

  10. Vizzion

    VW zeigt selbstfahrendes Auto ohne Lenkrad



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Chargery: 150 Kilo Watt auf drei Rädern
Chargery
150 Kilo Watt auf drei Rädern
  1. Europa-SPD Milliardenfonds zum Ausbau von Elektrotankstellen gefordert
  2. Elektromobilität China subventioniert Elektroautos mit großer Reichweite
  3. Elektromobilität Dyson entwickelt drei Elektroautos

Dorothee Bär: Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
Dorothee Bär
Netzbetreiber werden über 100 MBit/s angeblich kaum los
  1. Glasfaserkabel zerstört Zehntausende Haushalte in Berlin ohne Telefon und Internet
  2. Colt Technology Mobilfunk ist Glasfaser mit Antennen
  3. FTTH/B Glasfaser wird in Deutschland besser nachgefragt

Toshiba-Notebooks: Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
Toshiba-Notebooks
Reverse-Engineering mit Lötkolben und Pseudocode
  1. Router und Switches Kritische Sicherheitslücke in Cisco ASA wird ausgenutzt
  2. Olympia 2018 Mutmaßlicher Crackerangriff bei Eröffnung in Pyeongchang
  3. Schweiz 800.000 Kundendaten von Swisscom kopiert

  1. Re: Typisch.....

    ThorstenMUC | 12:55

  2. Re: Die sollen erstmal ihr normales Vectoring...

    DerApparat | 12:55

  3. 180 ¤ nur um bei Amazon einkaufen zu dürfen.

    krakos | 12:53

  4. Re: Ich bin dermaßen sauer

    Bouncy | 12:51

  5. Re: Ein kryptonit

    Dwalinn | 12:51


  1. 12:56

  2. 12:25

  3. 12:03

  4. 11:07

  5. 10:40

  6. 10:23

  7. 10:04

  8. 08:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel