Christopher Lauer: Ex-Pirat wirft Google Industriespionage bei Verlagen vor
Der ehemalige Vorsitzende der Piraten-Partei in Berlin, Christopher Lauer, der jetzt Angestellter beim Axel-Springer-Verlag ist, kritisiert die Kooperation von Verlagen mit Google, die der Suchmaschinenkonzern mit 150 Millionen Euro ausstatten will. Er wirft Google "transparente Industriespionage" vor.
Google hat zusammen mit deutschen Verlagen die "Digital News Initiative" gestartet und will mit 150 Millionen Euro die Entwicklung neuer journalistischer Produkte und Projekte fördern. Mit dabei sind Der Spiegel, Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Auch Golem.de beteiligt sich an der Initiative.
Der ehemalige Piraten-Chef aus Berlin und seit April Leiter für strategische Innovationen im Axel-Springer-Verlag, Christopher Lauer, kritisiert die Initiative massiv. "In dieser Kooperation gewinnt vor allem Google", sagte Lauer dem Spiegel. "Die Verlage stellen Google ihr Wissen zur Verfügung. Da findet ein 'Brain Drain' in Richtung Google statt, den man auch transparente Industriespionage nennen könnte."
Der Springer-Verlag ist ein Verfechter des in Deutschland geltenden Leistungsschutzrechts. Lauer ließ sich zu dem Satz hinreißen, dass "Google doch einfach das Leistungsschutzrecht akzeptieren [könnte]", berichtet der Spiegel. Damit würden dann Verlage ebenfalls in digitale Innovationen investieren können.
Der Axel-Springer-Verlag nimmt an Googles Initiative nicht teil, sei aber angesprochen worden, so Lauer weiter. Dabei wurde aber nicht konkret benannt, um was es gehe. Man beteilige sich an der Initiative aktuell nicht, "weil jede Frage zu dieser Initiative für uns unbeantwortet bleibt", sagte Lauer.
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Und Personen wie Christopher Lauer, die trotz bester beruflicher Aussichten für den Axel...
Ja, die gibt es. https://netzpolitik.org/2015/neuer-job-neue-meinung-piraten-mda...
Ich weiß nicht wie er darauf kommt. Google ist nicht böse. Das haben die selber gesagt...
Alleine diese Wortkombination "transparente Industriespionage" ist schon bezeichnend...