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Christian und Kai Wawrzinek: Rücktritt der Goodgame-Gründer

Beim Hamburger Entwicklerstudio Goodgame kommt es zum Führungswechsel: Nach Negativschlagzeilen und Entlassungen geben die Gründer Christian und Kai Wawrzinek die operative Leitung ab, um künftig als Ideengeber für Spiele zu fungieren.
/ Peter Steinlechner
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Christian und Kai Wawrzinek im Jahr 2011 bei einer Preisverleihung (Bild: Goodgame Studios)
Christian und Kai Wawrzinek im Jahr 2011 bei einer Preisverleihung Bild: Goodgame Studios

Christian Wawrzinek (COO) und Kai Wawrzinek (CEO), die Gründer und langjährigen Chefs von Goodgame Studios(öffnet im neuen Fenster), haben laut Gründerszene.de(öffnet im neuen Fenster) den Rücktritt von der Leitung ihres Unternehmens erklärt. Neuer CEO werde Maximilian Schneider, der seit 2014 bei Goodgame in Hamburg arbeite, so Gründerszene.de.

Die Wawrzineks würden dem Bericht zufolge zwar Geschäftsführer bleiben, sich aber künftig bei einer Denkfabrik als Ideengeber für neue Games beweisen wollen. Das dürfte durchaus nötig sein, denn ein Grund für viele Probleme bei dem vermutlich immer noch größten deutschen Entwicklerstudio ist offenbar, dass es neben dem Erfolgstitel Empire kaum ähnlich gewinnbringende Titel gebe.

Betriebsratsprobleme und Entlassungen

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Negativschlagzeilen im Zusammenhang mit Goodgame gegeben. Erst ging es um die Verhinderung eines Betriebsrats. Zuletzt, während der Gamescom 2016, gab es Berichte über eine Entlassungswelle mit unschönen Begleiterscheinungen – inzwischen ist klar, dass viele Angestellte ihren Job verloren haben.

Goodgame ist nicht der einzige deutsche Anbieter von Free-to-Play-Games, der momentan mit Problemen kämpft. Erst in den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass sich das Berliner Vorzeigeunternehmen Wooga von Mitarbeitern trennt, und auch bei Aeria Games und Game Duell gab es Entlassungen. Ein Grund für die Krise dürfte die zunehmende Konkurrenz durch US-Angebote wie Hearthstone von Blizzard oder Pokémon Go von Niantic sein, die viele Kunden für sich gewonnen haben dürften.


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