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Chris Urmson: Google schließt schwerere Unfälle autonomer Autos nicht aus

Kürzlich hat ein autonomes Google-Auto erstmals einen Unfall verursacht - und es könne noch schlimmere Zusammenstöße geben, sagt Projektleiter Chris Urmson. Trotzdem hält er den Rechner für den besseren Fahrer.

Artikel veröffentlicht am ,
Screenshot einer Folie des ersten Unfalls, den ein Google-Auto verursacht hat, in Chris Urmsons Vortrag auf der SXSW
Screenshot einer Folie des ersten Unfalls, den ein Google-Auto verursacht hat, in Chris Urmsons Vortrag auf der SXSW (Bild: SXSW/Youtube)

Googles Projektleiter für autonome Fahrzeuge hat auf dem Digitalfestival South by Southwest genau erklärt, wie es zu dem ersten Unfall gekommen ist, den ein autonomes Auto des Unternehmens verursacht hat. Und obwohl die Fahrzeuge aus jeder schwierigen Situation lernen, sagte Chris Urmson: "Fast sicher werden wir noch schlimmere Tage haben".

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Die autonomen Autos von Google waren schon in etliche leichte Unfälle verwickelt, der Zusammenstoß mit einem Bus am 14. Februar 2016 in Kalifornien war aber der erste, den ein Google-Fahrzeug selbst verursachte. Bei dem Auto handelte es sich um einen umgebauten Lexus RX450h.

Autonomes Auto und Busfahrer haben sich verkalkuliert

Das autonome Fahrzeug war auf einer zweispurigen Straße unterwegs und wollte auf der rechten Spur bei roter Ampel rechts abbiegen, was in den USA erlaubt ist. Dann nahm es auf der rechten Fahrspur allerdings einige Sandsäcke wahr und hielt an, wie Urmson erklärte. Es wartete darauf, dass die Ampel grün würde und es auf die linke Spur ausweichen könnte, um an den Säcken vorbeizufahren.

Als der Verkehr auf der linken Spur anfuhr und das Google-Auto die Spur wechseln wollte, näherte sich ein Bus von hinten. Hier hätten sich Busfahrer und autonomes Fahrzeug gleichermaßen verkalkuliert, sagte Urmson. Das Auto habe angenommen, der Bus werde es einscheren lassen, der Busfahrer sei davon ausgegangen, dass das Auto ihn erst durchlassen würde. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem aber niemand verletzt wurde. Trotzdem sagte Urmson: "Das war ein harter Tag für uns".

Omas jagen Enten

Aus den Fehlern habe das Google-Auto aber genauso gelernt wie aus den vielen anderen kuriosen Situationen, die es im Verkehr schon erlebt habe: plötzliche Kehrtwendungen auf der Straße, in Büschen geparkte Autos oder ein Fußgänger, der das Auto provozieren wollte, indem er extrem langsam die Straße überquerte.

Ein Google-Auto habe sogar beobachtet, wie eine ältere Frau auf einem Rollstuhl mit einem Besen in der Hand einer Ente hinterherjagte. Alle diese Verhaltensweisen werden gesammelt, analysiert und in das Allgemeinwissen der Fahrzeuge integriert. So sollen bessere Vorhersagen über das Verhalten der Verkehrsteilnehmer gemacht werden können, sagte Urmson.

Autonome Autos machen den Verkehr sicherer

Es sei fast sicher, dass es noch zu schwereren Unfällen kommen werde als dem Zusammenstoß mit dem Bus, sagte Urmson. Dennoch werden autonome Fahrzeuge den Verkehr seiner Ansicht nach sicherer machen. Er hält sie für die besseren Fahrer, Menschen machten einfach zu viele Fehler.

Autos wolle Google aber nicht selbst bauen. Vielmehr würden Partner aus der Industrie gesucht, sagte Urmson. Google wirbt intensiv dafür, für seine rein autonomen Fahrzeuge ohne Lenkrad und andere Bedienungselemente eine Zulassung zu erhalten. Wie lange es noch dauern wird, bis solche Fahrzeuge tatsächlich auf den Straßen unterwegs sind, will er aber nicht prophezeien.

Unfälle mit Google-Autos meist Fehler von Dritten

Googles Testfahrzeuge waren bereits in mehrere Unfälle verwickelt. Bei einem Unfall mit einem von Googles autonom fahrenden Autos wurden etwa Mitte 2015 drei Google-Mitarbeiter und der Fahrer eines weiteren Wagens leicht verletzt. Schuld war ein auffahrender Verkehrsteilnehmer, der offenbar abgelenkt war.

Google wies noch im Mai 2015 öffentlichkeitswirksam darauf hin, dass seine autonomen Autos in ihrer sechsjährigen Testphase noch keinen Unfall verursacht hätten. Diese Behauptung musste später konkretisiert werden: In einigen Fällen hatte nur das Eingreifen der menschlichen Fahrer Schlimmeres verhindert.



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wasdeeh 17. Mär 2016

Mach ich seit Jahren. Und deswegen: Nope, das ist schlicht falsch.

Avalanche 14. Mär 2016

Hinzu komt, dass der Mensch regelmäßig noch eine Reihe eigentlich negativ bewerteter...

My1 14. Mär 2016

deswegen sollte es einen Hardwaretest geben bevor was losgeht und wenn was im leuf fehlt...

LCO1 14. Mär 2016

Das Problem ist, der Rechner ist nicht allein unterwegs, er konkurriert mit Menschen, die...

Niaxa 14. Mär 2016

xD ^^.


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