Chris Roberts: Über 6,2 Millionen US-Dollar für Star Citizen
Vor dem Start seiner Crowdfunding-Kampagne ist Chris Roberts durch die Welt gereist und hat sein Projekt bei Redaktionen (auch Golem.de) vorgestellt. Er hat aus eigenen Mitteln einen vergleichsweise aufwendigen Prototyp produziert, Videos gedreht und eine teure – wenn auch anfangs fehlerbehaftete – Projektseite mit eigenem Zahlsystem(öffnet im neuen Fenster) zusätzlich zu Kickstarter(öffnet im neuen Fenster) aufgebaut. Der Aufwand hat sich sichtlich gelohnt: Chris Roberts hat nach der jetzt beendeten Kickstarter-Finanzierungsphase rund 6,2 Millionen US-Dollar für Star Citizen als Vorschuss von der Community bekommen. Es wird sogar noch mehr, denn über seine eigene Seite sammelt Roberts weiter Geld.

Sein Weltraumspiel hat das bisher erfolgreichste Game auf Kickstarter deutlich übertroffen: Das was das Rollenspiel Project Eternity von Obsidian Entertainment , für das Mitte Oktober 2012 über alle Kanäle rund 4,2 Millionen US-Dollar zusammengekommen sind.
Mit seiner Herangehensweise hatte sich Roberts nicht nur Freunde gemacht: Aus der Community hatte es auch Kritik wegen der vielen teuren Extraangebote gegeben. Irritiert bis verärgert zeigten sich einige Kickstarter-Unterstützer etwa darüber , dass das Entwicklerstudio Cloud Imperium Games ihnen zwei besondere Raumschifftexturen anbot und das als Abstimmung über den Mehrspieler- und Einzelspielerteil verkaufte. Wer es lieber positiv sehen möchte: Wer bei der Finanzierung so engagiert auftritt, wird wohl auch bei den eigentlichen Entwicklungsarbeiten zügig arbeiten – und das Geld der Spieler in ein angemessen gutes Produkt umsetzen.
Bis dahin muss sich Roberts aber trotz der Community um weitere Gelder kümmern. Nach seinen Angaben beträgt das Gesamtbudget für Star Citizen insgesamt 12 bis 14 Millionen US-Dollar. Den Rest sollen private Investoren beisteuern – Zusagen hat Roberts angeblich bereits. Star Citizen soll nach offiziellen Angaben im November 2014 fertig werden. Ob das gelingt, wird spannend – bei früheren Spielen wie Wing Commander war Roberts für seine Verspätungen berüchtigt.