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Chris Roberts: "Termine bei Star Citizen sind Kobayashi Maru"

Egal, was das Entwicklerstudio Cloud Imperium macht: Ein Teil der Spieler wird immer unzufrieden sein mit der Kommunikation über die Terminlage bei Star Citizen . Trotzdem kündigt Chefentwickler Chris Roberts nun einen Strategiewechsel an.
/ Peter Steinlechner
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Das HQ von Star Citizen will künftig die internen Termine bekanntgeben. (Bild: Cloud Imperium Games)
Das HQ von Star Citizen will künftig die internen Termine bekanntgeben. Bild: Cloud Imperium Games

"Im Grunde haben wir es mit einem Kobayashi Maru zu tun" , schreibt Chris Roberts, Chefentwickler von Star Citizen, in einem seiner offenen Briefe an die Community(öffnet im neuen Fenster) . In dem Schreiben geht es um die Kommunikation über die Terminlage bei dem Weltraumspiel – ein Thema, das leicht für Streit gut ist. Der Begriff Kobayashi Maru(öffnet im neuen Fenster) stammt aus Star Trek und beschreibt eine Situation, in der jede Entscheidung eigentlich falsch ist.

Star Citizen – Trailer 3.0 (Gamescom 2016)
Star Citizen – Trailer 3.0 (Gamescom 2016) (52:34)

Trotzdem hat Roberts nun entschieden: Ab Anfang Dezember 2016 will er mit seinem Team regelmäßig die aktuelle Terminplanung öffentlich machen. Damit ist kein offizieller Veröffentlichungstermin für das gesamte Star Citizen gemeint. Stattdessen geht es um die studiointerne Planung, wann Module wie Star Marine, die überarbeitete Balance für Arena Commander oder ähnliche Meilensteine fertig sein sollen.

Die Zwickmühle, in der sich Roberts selbst sieht: Wenn er die Termine öffentlich macht und dann nicht hält, muss er sich Kritik aus einem Teil seiner Community um die Ohren hauen lassen. Wenn er keine Termine nennt, muss er sich von anderen Unterstützern etwa anhören, dass er keine Daten nennt und dass Star Citizen womöglich nie fertig werde.

Tatsächlich befindet sich Star Citizen seit rund vier Jahren in der Entwicklung. In der Zwischenzeit hat Roberts aus dem Anfangs schon ambitionierten Projekt ein Riesending mit Kampagne und persistentem Online-Universum gemacht, in dem sich sowohl Weltraumflieger als auch Ego-Shooter-Fans austoben können. Roberts hat dabei längst nicht alle Termine gehalten, aber irgendwann dann doch geliefert.

Schon in der Vergangenheit war Chris Roberts bei Großproduktionen wie Wing Commander oder Strike Commander immer unpünktlich, womit er den Frust vieler wartender Fans auf sich gezogen hatte. Nach der Veröffentlichung waren die meisten angesichts der gebotenen Qualität mit den Ergebnissen aber mehr als zufrieden.


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