Chorus: Aufsichtsräte wollen vor Gericht gegen SAP aussagen

Das französische Unternehmen Augias macht SAP für seinen Ruin verantwortlich. Es geht um die Software Chorus und ERP von SAP.

Artikel veröffentlicht am ,
SAP-Sitz in Deutschland
SAP-Sitz in Deutschland (Bild: SAP)

Langjährige SAP-Aufsichtsräte wollen vor Gericht gegen den Software-Konzern aussagen, um den französischen Unternehmer Lionel Bieder in einem Schadensersatzprozess zu unterstützen. Das berichtet der Spiegel in seiner neuen Ausgabe. Bieders Reinigungsfirma Augias Group war im Jahr 2013 bankrottgegangen, weil einer seiner Auftraggeber, das französische Verteidigungsministerium, Rechnungen nicht bezahlte. Angeblich wegen Problemen mit der Buchhaltungs- und Finanzsoftware Chorus, die von SAP sein soll.

Stellenmarkt
  1. UX Designer (m/w/d)
    INIT Group, Karlsruhe
  2. Anwendungsberater / Experte (m/w/d) für M365
    Mainova AG, Frankfurt am Main
Detailsuche

Chorus ist aber kein SAP-Produkt, sondern das Finanzinformationssystem (FIS) der zentralen staatlichen Verwaltungen in Frankreich. Nur die Kernsoftware des FIS (Core Chorus) basiert auf SAP ERP, einer von SAP entwickelten Business-Management-Software (Enterprise Resource Planning).

SAP-Aufsichtsrat wendet sich gegen die Firma

Bieder hat das Ministerium vor einem Gericht in Nancy verklagt und nach Recherchen des Spiegel und des ARD-Magazins Fakt die Unterstützung der SAP-Insider zugesagt bekommen. Ursächlich für die Probleme von Bieder und anderen betroffenen Dienstleister seien "die massiven Probleme von SAP in der Software-Entwicklung und bei der Durchführung großer Projekte, gegebenenfalls in Verbindung mit irreführenden Versprechungen", sagt einer der Aufsichtsräte, die zunächst anonym bleiben wollen.

Die Aufsichtsräte seien bereit, "vor Gericht in Frankreich als Zeuge auszusagen und den Kampf von Herrn Bieder um Gerechtigkeit für die unschuldig Betroffenen zu unterstützen". Laut Bieder sind wegen der Softwareprobleme rund 1.000 Kleingewerbetreibende kollabiert und mehr als 15.000 Arbeitsplätze vernichtet worden. Vom französischen Verteidigungsministerium war keine Stellungnahme zu erhalten, SAP erklärte, nicht Teil des Verfahrens zu sein.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


bananensaft 30. Apr 2021

Ich bin SAP Entwickler, Inhouse. Sprich immer beim SAP Kunden und nicht Berater. Was mir...

zerbes 29. Apr 2021

Andersrum kenne ich auch genügend Kunden, welche die neu erworbene Standard-Software so...

tom_muc 29. Apr 2021

"die massiven Probleme von SAP in der Software-Entwicklung und bei der Durchführung gro...

masel99 29. Apr 2021

beides? SAP ist noch nicht direkt Teil des Verfahrens, später in einem anderen Prozess...

MajorPainpoint 29. Apr 2021

ich dachte auch gerade, das Briefing für den Start einer Artikelerstellung zu lesen und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Corona-Warn-App
Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro

Die Bundesregierung hat für die Corona-Warn-App bisher mehr als 130 Millionen Euro ausgegeben. Derzeit gibt es besonders viele rote Warnungen.

Corona-Warn-App: Jede geteilte Warnung kostete 100 Euro
Artikel
  1. Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
    Activision Blizzard
    Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

    Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
    Eine Analyse von Peter Steinlechner

  2. Dice: Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt
    Dice
    Update-Roadmap für Battlefield 2042 vorgestellt

    Ob das reicht? Das Entwicklerstudio Dice hat seine Pläne für Battlefield 2042 vorgestellt. Der Shooter hat extrem niedrige Spielerzahlen.

  3. Glasfaser in Freiburg: Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter
    Glasfaser in Freiburg
    Telekom kommt wegen wirrer Auflagen nicht weiter

    Um Bauwurzeln zu schonen, sollte die Telekom in Freiburg Glasfaser im Zickzack ausbauen. Das dortige Tiefbauamt lehnte den Plan des Gartenbauamtes aber ab.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED 55" 120Hz 999€ • MindStar (u.a. NZXT WaKü 129€, GTX 1660 499€) • Seagate Firecuda 530 1TB inkl. Kühlkörper + 20€ PSN-Guthaben 189,90€ • HP Omen Gaming-Stuhl 319€ • Sony Pulse 3D Wireless PS5 Headset 79,99€ • Huawei MateBook 16,1" 16GB 512GB SSD 709€ [Werbung]
    •  /