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Chipsätze: Broadcom bietet der EU einen Deal an

Der US-Chiphersteller Broadcom will Frieden mit der EU. Es geht um fragwürdige Verträge für Chipsätze in Set-Top-Boxen und Modems.

Artikel veröffentlicht am ,
Sitz von Broadcom
Sitz von Broadcom (Bild: Tom Brenner/Reuters)

Der US-amerikanische Chiphersteller Broadcom hat angeboten, seine Exklusivitätsabkommen mit Herstellern zu beenden, um eine EU-Kartelluntersuchung abzuschließen und eine möglicherweise hohe Geldstrafe abzuwehren. Wie die EU-Kommission am 27. April 2020 mitteilte, betrifft dies Chipsätze für TV-Set-Top-Boxen und Modems. Broadcom ist ein Hersteller von SoCs sowie von Bluetooth-, Ethernet- und WLAN-Chips ohne eigene Fertigung.

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Seit Jahren ist Broadcom einer der Standardlieferanten für Apple, dazu gehören WiFi-/Bluetooth-Chips und Frontends für 4G-/5G-Mobilfunk. Zudem hat Broadcom in der Vergangenheit auch Touch-Controller und Controller für drahtloses Laden an Apple verkauft.

Die für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission Margrethe Vestager erklärte: "Die Kommission prüft derzeit, ob durch die Verpflichtungen, die Broadcom im Anschluss an unseren im vergangenen Oktober erlassenen Beschluss zur Verhängung einstweiliger Maßnahmen angeboten hat, gewährleistet wird, dass die Endverbraucher von Auswahl und Innovation auf diesen Märkten profitieren werden. Bevor wir unseren Beschluss erlassen, wollen wir die Stellungnahmen der Beteiligten einholen."

Im Juni 2019 leitete die Behörde ein Verfahren wegen mutmaßlicher wettbewerbswidriger Verhaltensweisen von Broadcom ein. Im Oktober 2019 wurde beschlossen, dass Maßnahmen erforderlich seien, um zu verhindern, dass auf den weltweiten Märkten für SoCs für TV-Set-Top-Boxen, xDSL-Modems, Glasfasermodems und Kabelmodems ein "ernster und nicht wiedergutzumachender Schaden für den Wettbewerb" entsteht.

Die EU-Kommission beanstandete Ausschließlichkeitsvereinbarungen, die Broadcom durchgesetzt hatte und ordnete an, dass diese mit sechs seiner Hauptkunden beendet werden müssten.

Broadcom habe sich verpflichtet, seinen Kunden keine Rabatte mehr dafür anzubieten, dass sie über 50 Prozent ihres Bedarfs bei Broadcom decken.

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PerilOS 28. Apr 2020

Indem man ein Design in Auftrag gibt, zur Herstellung eben dieses Designs.

Marvin-42 28. Apr 2020

Wenn das Exklusivitätsabkommen rechtswidrig war, ist dafür eine Strafe fällig. Das...

DX12forWin311 28. Apr 2020

Wenn die Anwälte Jahre mit dem hier beschäftigt sind, dann werden andere Fälle hinterher...

MrAndersenson 28. Apr 2020

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Kartellverfahren-Broadcom-macht...

Eahlstan 28. Apr 2020

Es geht wohl um das, was im letzten Satz steht: "Broadcom habe sich verpflichtet, seinen...


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