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Chips Act for America: Milliarden-Investment für US-Industrie ist beschlossen

Präsident Joe Biden muss nur noch unterschreiben, dann tritt der Chips Act for America in Kraft. Das Paket umfasst 52 Milliarden US-Dollar.
/ Marc Sauter
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US-Präsident Joe Biden hält einen Chip hoch. (Bild: Jonathan Ernst/Reuters)
US-Präsident Joe Biden hält einen Chip hoch. Bild: Jonathan Ernst/Reuters

Wenige Tage nach der Zustimmung des Senats zum Chips Act for America hat ihn auch das Repräsentantenhaus abgesegnet. Damit ist die 52 Milliarden US-Dollar umfassende Investition für die US-Industrie de facto beschlossen, denn Präsident Joe Biden kündigte bereits an(öffnet im neuen Fenster) , das Gesetz zu unterschreiben.

Der Chips and Science Act of 2022 alias H.R.4346(öffnet im neuen Fenster) wurde vom Senat mit 64 zu 32 Stimmen angenommen, im Repräsentantenhaus stand es am Ende immerhin 243 zu 186(öffnet im neuen Fenster) bei einer Enthaltung. Diese erfolgte durch Sara Jacobs, die Enkelin des Qualcomm-Gründers Irwin Mark Jacobs. Alle Nein-Stimmen kamen von Republikanern, alle Demokraten außer Jacobs stimmten für den Chips Act.

Insgesamt umfasst der Gesetzesentwurf eine Investitionssumme von rund 200 Milliarden US-Dollar bis 2031, der Chips Act (kurz für Creating Helpful Incentives to Produce Semiconductors) selbst beläuft sich auf 52 Milliarden US-Dollar und soll vor allem den Bau von neuen Fabs in den USA unterstützen. So verzögerte Intel zuletzt den Neubau seiner beiden Werke im US-Bundesstaat Ohio , weil der Chips Act zu diesem Zeitpunkt als Förderung für Subventionen noch nicht bereitstand.

Chips Act soll Arbeitsplätze schaffen

Aus Sicht von Joe Biden ist das Milliardenpaket enorm wichtig: "Das Gesetz wird Autos günstiger machen, Haushaltsgeräte günstiger machen und Computer günstiger machen" , sagte er. Zugleich betonte Biden, das der Chips Act Tausende von gut bezahlten Arbeitsplätzen überall in den USA schaffen und generell den Techniksektor stärken werde. Hinzu komme, dass Sicherheitsinteressen des Landes gewahrt blieben, weil sich die USA weniger abhängig von anderen Staaten machten, in denen Chips gefertigt würden.

Europa hat ähnliche Interessen und brachte daher im Februar 2022 den European Chips Act auf den Weg, der mindestens 43 Milliarden Euro umfasst. Bis 2030 soll ein Fünftel aller Chips weltweit in Europa produziert werden, derzeit ist mit neun Prozent nicht einmal die Hälfte dieses Ziels erreicht.

Nachtrag vom 9. August 2022, 17:30 Uhr

Joe Biden hat den Chips Act unterschrieben(öffnet im neuen Fenster) , so wie angekündigt.


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