Zeitpunkt für Nachrüstlösung weiter unklar

Dabei bot dieser an, das Fahrzeug zurückzunehmen. Doch das kam für den Manager nicht infrage. Denn er hatte dafür bereits Winterräder gekauft und sein früheres Auto vor der Entgegennahme verkauft. Dem Händler zufolge gebe es keinerlei Aussicht darauf, dass die fehlenden Funktionen in absehbarer Zeit nachgerüstet würden.

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Wann es eine Nachrüstlösung geben wird, kann auch BMW auf Anfrage nicht angeben. "Es wird eine Nachrüstlösung auf Nachfrage geben. Im Moment können wir aber noch nicht sagen, wann diese durch den Handel angeboten werden kann", sagte Firmensprecher Thorsten Julich und fügte hinzu: "Stand heute gehen wir davon aus, ab zweiter Jahreshälfte 2022 ein entsprechendes Angebot zu haben. Auch dieser Zeitpunkt ist vorbehaltlich aktueller Entwicklungen in Bezug auf Teileverfügbarkeit, Stichwort Halbleitermangel."

Neuwagen wieder mit Touchdisplay

Das verwundert ein bisschen, denn für Neuwagen sind die Touchdisplays inzwischen wieder verfügbar. "Stand heute können wir alle Nachfragen für Touchscreens bedienen, soweit sie für das entsprechende Fahrzeug vorgesehen sind", sagte Julich. Einschränkend heißt es jedoch: "Da die weltweite Versorgung mit Halbleitern Anfang 2022 leider immer noch nicht das Niveau der Zeit vor Covid-19 erreicht hat, sind temporäre Lieferverzögerungen, im schlimmsten Fall Ausfälle, weiterhin nicht gänzlich auszuschließen."

Auf die Bilanz des Münchner Konzerns scheint sich der Chipmangel auf jeden Fall nicht sonderlich ausgewirkt zu haben. Das Unternehmen meldete für das vergangene Jahr einen Rekordgewinn von 12,5 Milliarden Euro. "Aufgrund der globalen Halbleiterknappheit waren im Markt insgesamt weniger Neufahrzeuge verfügbar, zudem wurden umsatzstarke Modelle bevorzugt", schrieb das Unternehmen zur Begründung.

Rekordgewinn bei BMW

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Mit anderen Worten: Hätte sich Harald S. einen 5er- oder 7er-BMW oder gar eines der neuen Elektromodelle iX oder i4 gekauft, hätte er sein Touchdisplay bekommen. "Ich hätte gewartet, denn ich hatte keinen Druck", sagte er auf Anfrage von Golem.de.

Solche Überlegungen hätten die BMW-Zahlen im vierten Quartal noch schlechter aussehen lassen. Denn Auslieferungen und Umsatz des Konzerns lagen im Schlussquartal unter den Vorjahreszahlen, was bei Analysten nicht gut ankam.

Tesla verhält sich ähnlich

Man muss BMW zugutehalten, dass Hersteller wie beispielsweise Tesla zu ganz anderen Methoden greifen, um die Quartalszahlen zu erreichen. So soll der US-Hersteller im Jahr 2020 Kühlaggregate mit Baumarktleisten befestigt haben. Ebenfalls hat Tesla offenbar Tausende Fahrzeuge ohne ein Steuergerät ausgeliefert, das für autonome Funktionen benötigt wird. Das soll aber angeblich nachgeliefert werden können.

Zweifellos ist es mit solchen Methoden möglich, Umsatzziele und Gewinnerwartungen zu erreichen. Auf die Dauer dürfte es jedoch keine gute Strategie sein, seine Kunden zu verärgern, um die Analysten und Aktionäre zu erfreuen.

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 Chipmangel: Wie BMW Kunden verärgert
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Joiner 30. Mär 2022

--------------------------------------------------------------------------------. BMW...

xSureface 24. Mär 2022

Bei manchen ist sogar noch schlimmer. Erst mal musst du Hey Mercedes sagen und erst nach...

xSureface 24. Mär 2022

Tesla bietet Google Maps, Netflix, Youtube, Spotify, Tidal und noch ein paar weitere...

bytewarrior123 23. Mär 2022

Dito hier bei mir : seit 1994 mit Führerschein unterwegs und bis Juni 2021 zufriedener...



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