Chipmangel: Mercedes stoppt Elektroauto-Produktion in Rastatt

Die Lieferprobleme bei Halbleitern beeinträchtigen auch die Autobauer. Daimler muss die gerade gestartete EQA-Produktion stoppen.

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Der vollelektrische EQA soll am 20. Januar 2021 seine Weltpremiere haben.
Der vollelektrische EQA soll am 20. Januar 2021 seine Weltpremiere haben. (Bild: Mercedes-Benz)

Der Autokonzern Daimler stellt die Produktion in seiner Mercedes-Benz-Fabrik in Rastatt von Freitag an vorübergehend ein. "Aufgrund des anhaltenden Lieferengpasses an bestimmten Halbleiterkomponenten hat das Werk Kurzarbeit beantragt", sagte ein Firmensprecher den Badischen Neuesten Nachrichten. Dem Bericht zufolge sind bei Daimler laut einer internen Mitarbeiterinformation Steuergeräte betroffen, die von den Firmen Continental und Bosch geliefert werden. In Rastatt wird seit Mitte Dezember auch der vollelektrische Kompaktvan EQA gebaut.

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Auf Anfrage von Golem.de wollte Daimler den Stopp der EQA-Produktion nicht direkt einräumen. Stattdessen schrieb Firmensprecherin Sofia Stauber: "Die Mercedes-EQ-Elektrooffensive wird weiter mit höchster Priorität fortgesetzt: So wird der EQA am 20. Januar 2021 als erstes vollelektrisches Derivat der Kompaktwagen seine Weltpremiere feiern. Die Markteinführung folgt danach." Auf mehrfache Nachfrage, ob vom Produktionsstopp auch der EQA betroffen sei, reagierte das Unternehmen nicht.

Daimler kann 100.000 Autos nicht produzieren

Den Badischen Neuesten Nachrichten zufolge kann Daimler wegen der weltweiten Lieferprobleme derzeit 100.000 Fahrzeuge nicht produzieren. Daher habe sich Unternehmen offenbar entschieden, die noch verfügbaren Komponenten in Fahrzeuge einzubauen, mit denen sich mehr Geld verdienen lässt als mit den in Rastatt hergestellten Kompaktwagen der A- und B-Klasse. "Da die Halbleiter in allen Fahrzeugen verbaut werden, wurde entschieden, dass die deckungsbeitragsstärksten Fahrzeuge vorrangig produziert werden", zitiert die Zeitung aus einer Mitarbeiterinformation.

Die Produktionspause im Werk Rastatt solle am Freitag beginnen und sei zunächst bis Ende Januar geplant. Ob auch noch weitere Produktionsstandorte in Deutschland betroffen sind, sei bisher nicht bekannt. Nach Angaben der Firmensprecherin will Mercedes an der im Dezember angekündigten Modelloffensive bei Elektroautos festhalten. "Die Produktion des EQB wird noch im Jahr 2021 an zwei Standorten des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes-Benz Cars anlaufen. Weiterhin startet im ersten Halbjahr 2021 in der Factory 56 im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen die Produktion der vollelektrischen Luxuslimousine EQS. Darüber hinaus beginnt noch in der zweiten Jahreshälfte 2021 das Mercedes-Benz-Werk Bremen und kurz darauf das Werk Peking mit der Produktion der Business-Limousine EQE", sagte Stauber.

Nachtrag vom 14. Januar 2021, 23:24 Uhr

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Mercedes bestätigte inzwischen, dass die EQA-Produktion ebenfalls von der Kurzarbeit in Rastatt betroffen sei.

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