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Chipkrise: Nexperia stoppt Ausfuhr von Wafern nach China

Trotz der Lieferprobleme bei Nexperia sind Produktionsstopps bei deutschen Autoherstellern bisher ausgeblieben. Nun droht eine Verschärfung des Konflikts.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Die Fabrik von Nexperia in Dongguan, China (Bild: SCMP via Reuters Connect)
Die Fabrik von Nexperia in Dongguan, China Bild: SCMP via Reuters Connect

Die Lieferprobleme rund um den niederländischen Chiphersteller Nexperia mit Folgen vor allem für die deutsche Autoindustrie könnten zunehmen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat der Hersteller die Lieferung von Wafern an sein chinesisches Montagewerk ausgesetzt.

Das Unternehmen bestätigte, dass Kunden über den Schritt per Brief informiert worden seien. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. In dem von Interimschef Stefan Tilger unterzeichneten Schreiben erklärte Nexperia den Angaben zufolge, dass man die Lieferung von Wafern an seinen Montage- und Teststandort im chinesischen Dongguan mit Wirkung zum 26. Oktober 2025 ausgesetzt habe.

Als Grund wurde demnach angegeben, dass "das lokale Management sich nicht an seine Zahlungsverpflichtungen gehalten" habe. Die Lieferungen würden wieder aufgenommen, sobald die Verpflichtungen vollständig erfüllt seien.

Nexperia sucht "alternative Lösungen"

Nexperia bekräftigte zudem, dass man an alternativen Lösungen arbeite, um die Lieferungen an seine Kunden sicherzustellen. Das niederländische Wirtschaftsministerium wollte sich nicht zu dem Lieferstopp äußern.

Die Lieferprobleme bei Nexperia entstanden, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die von einer chinesischen Konzernmutter geführte Firma mit Sitz in Nijmegen übernommen hatte. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten wie Chips für die Autoindustrie.


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