Chipkrise: Mehrere Wochen oder Monate Warten auf Spülmaschinen
Kunden des Haushaltsgeräteherstellers BSH müssen wegen der Chipkrise mit längeren Wartezeiten rechnen. Eine Sprecherin der Bosch-Tochter sagte dem Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster) , es müsse mit Lieferproblemen gerechnet werden. "Es sind fast alle Produktkategorien, am stärksten jedoch Geschirrspüler, betroffen" . Aufgrund der volatilen Lage könne man keine pauschale Aussage zur Lieferfähigkeit machen, "bei Geschirrspülern kann diese aber mehrere Wochen oder Monate betragen" .
Europas größter Haushaltsgerätehersteller musste wegen Materialmangels seine Produktion anpassen und in Einzelfällen sogar vorübergehend einstellen. "Aufgrund der weltweit schlechten Versorgungslage sind bestimmte Halbleiter, die für unsere Hausgeräte unverzichtbar sind, derzeit nicht in ausreichender Menge verfügbar" , sagte die Sprecherin.
Die Chipkrise begann nach Nachfrageschwankungen im Jahr 2020 und betrifft verschiedenste Branchen. Zu dem Mikrochip-Mangel kommen noch fehlende Frachtkapazitäten. Im Oktober 2021 berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung(öffnet im neuen Fenster) aus Branchenkreisen, dass eine Zwischenlösung für einen Geschirrspüler von BSH, der ohne Chip auf den Markt kam, in wenigen Stunden ausverkauft war.
"In Geschirrspülern kommen verschiedenste Chips zur Anwendung, bei denen es zu Versorgungsengpässen kommt. Wir können nicht sagen, dass ein bestimmter Chip besonders betroffen ist, weil eine Vielzahl an elektronischen Bauteilen beteiligt sind und sich die Verfügbarkeit auch immer wieder ändert" , sagte Eva Bauerschmidt, Sprecherin BSH Hausgeräte, Golem.de auf Anfrage. Grundsätzlich betreffe dies die gesamte Funktionalität des Geschirrspülers, also auch die Steuerung des Gerätes an sich.
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